Mittwoch, Dezember 1, 2021
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Datenanalyse zu Post-Covid Diese Beschwerden nehmen nach Corona zu

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Bestimmte Krankheiten und Symptome werden einer Studie zufolge bei Corona-Patienten Monate nach der Ansteckung vermehrt diagnostiziert. Dazu zählen zahlreiche körperliche Beschwerden – aber auch bei Kindern wurde eine Zunahme von Depressionen beobachtet. Die Forscher arbeiten mit Hunderttausenden von Datensätzen.

Corona-Patienten erhalten einer Datenanalyse zufolge eher Monate nach ihrer Infektion eine Diagnose für bestimmte körperliche und psychische Symptome und Erkrankungen. Das ergab eine Analyse deutscher Krankenkassendaten, bei der Infizierte und Nicht-Infizierte verglichen wurden, wie das Universitätsklinikum Dresden mitteilte. „Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche sind potenziell von Post-Covid betroffen.“

Die Studie wurde noch nicht in einem peer-reviewed Journal veröffentlicht. Unter Post-Covid-19-Syndrom versteht das Robert Koch-Institut (RKI) verschiedene Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung, die entweder persistieren oder Wochen bis Monate nach der Infektion auftreten.

Bei Kindern und Jugendlichen mehr als drei Monate nach der akuten Infektion wurden laut Dresdner Mitteilung am häufigsten Unwohlsein und schnelle Erschöpfung, Husten, Schmerzen im Hals- und Brustbereich sowie Angststörungen und Depressionen festgestellt.

„Bezogen auf alle betrachteten Symptome und Erkrankungen lag die Häufigkeit neu dokumentierter Diagnosen bei Kindern und Jugendlichen mit Covid-19 rund 30 Prozent höher als bei Kindern ohne Covid-19-Diagnose.“ Bei Erwachsenen betrafen die Diagnosen vor allem Geschmacksstörungen, Fieber, Husten und Atembeschwerden.

An der Studie waren neben der Dresdner Universitätsmedizin mehrere gesetzliche Krankenkassen und das RKI beteiligt. „Dies ist international eine der ersten, großen kontrollierten Kohortenstudien zu Post-Covid. Die umfangreiche Datenbank unserer Partner und innovative methodische Vorgehensweisen erlauben erstmals verlässliche Aussagen zu den Langzeitfolgen von Covid-19 bei Kindern und Jugendlichen.“ “ erklärte Jochen Schmitt vom Universitätsklinikum Dresden. Um die Zusammenhänge zwischen Covid-19 und den Krankheiten zu verstehen, sind weitere Forschungen notwendig.

In die Analyse flossen nach Angaben des Universitätsklinikums Dresden Daten von mehr als 150.000 Menschen ein, bei denen im ersten Halbjahr 2020 eine Covid-19-Erkrankung festgestellt wurde, darunter fast 12.000 Kinder und Jugendliche. Für jeden Infizierten wurden fünf nicht infizierte Versicherte in die Studie eingeschlossen, die hinsichtlich Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen vergleichbar waren. Infizierte und nicht infizierte Personen wurden hinsichtlich 96 vordefinierter Symptome und Erkrankungen verglichen.

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