Samstag, Januar 22, 2022
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Es ist wichtig, es richtig zu tragen. Masken reduzieren das Infektionsrisiko erheblich

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Medizinische Masken wirken – das ist das Ergebnis einer Studie des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation. Dementsprechend sinkt das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus mit Masken auf ein absolutes Minimum. Sie müssen aber auch richtig getragen werden, so die Wissenschaftler.

FFP2-Masken bieten einen extrem hohen Schutz vor einer Corona-Infektion. Allerdings kommt es auf die richtige Trageweise an, wie Forscher des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen nach einer Studie berichten.

Treffen sich ein Infizierter und ein Gesunder in Innenräumen auf kurze Distanz, liegt die Ansteckungsgefahr auch nach 20 Minuten bei gut einem Promille (0,1 Prozent). Voraussetzung sei der korrekte Sitz der FFP2- oder KN95-Maske, schreibt das Team um Institutsleiter Eberhard Bodenschatz in den „Proceedings“ der US-amerikanischen National Academy of Sciences („PNAS“). Bei schlecht sitzenden FFP2-Masken liege das Infektionsrisiko im gleichen Szenario bei rund vier Prozent, rechnet das Team vor. Für einen optimalen Schutz muss der Nasenclip daher zu einem „gerundeten W“ geformt werden, sodass er seitlich auf die Nasenlöcher drückt. Bei OP-Masken reicht schon ein guter Sitz, um das Infektionsrisiko auf maximal zehn Prozent zu reduzieren. Die Forscher berechneten das Infektionsrisiko, indem sie verschiedene Faktoren wie Partikelgröße, Ausatmungsphysik, verschiedene Maskentypen und das Risiko des Einatmens von Coronavirus kombinierten.

„Im Alltag ist die tatsächliche Ansteckungswahrscheinlichkeit sicherlich zehn- bis hundertmal geringer“, wird Bodenschatz in einer Mitteilung des Instituts zitiert. Denn die Atemluft, die an den Rändern aus der Maske strömt, wird verdünnt. Allerdings hätten die Forscher das Risiko möglichst konservativ kalkulieren wollen. „Wenn unter diesen Bedingungen auch das größte theoretische Risiko klein ist, ist man unter realen Bedingungen auf der sicheren Seite“, sagt Bodenschatz.

Im Gegensatz dazu ist das Ergebnis beim Aufeinandertreffen zweier Personen, die keine Maske tragen: Wenn in diesem Fall ein gesunder Mensch für einige Minuten drei Meter voneinander entfernt in der Atemluft eines Infizierten steht, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch dass er oder sie infiziert wird, so die Forscher. Bodenschatz betont: „Unsere Ergebnisse zeigen einmal mehr, dass das Tragen einer Maske in Schulen und generell eine gute Idee ist.“

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