Mittwoch, Oktober 27, 2021
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"Erzähl einfach meine Geschichte" Liefers warnt vor Corona, will aber nicht für Impfungen werben

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Vor einigen Monaten war Jan Josef Liefers Teil der umstrittenen Kampagne „Alles schließen“. Nachdem er sich teilweise davon distanziert hatte, saß der „Tatort“-Star nun auf einer Intensivstation. Trotzdem will er nicht zur Impfung aufrufen.

Nach mehr als 50 Schauspielerinnen und Schauspielern im April 2021 mit der Aktion #alle verursachten Diskussionen nachholen, eine Gegenkampagne wurde gestartet. Mit „Jeder macht eine Schicht“ forderten Notärzte unter anderem, dass sich die Künstler ein Bild von der aktuellen Situation innerhalb der Corona-Pandemie machen und eine Schicht im Rettungsdienst oder auf einer Intensivstation übernehmen.

Jan Josef Liefers, der ebenfalls Teil von #allesdichtmachen war, gab daraufhin an, sich bereits in einem Krankenhaus dafür angemeldet zu haben. Nun war es also soweit. Tatsächlich hat der „Tatort“-Star vor zwei Wochen ein eintägiges Praktikum auf einer Intensivstation absolviert. Über seine Erfahrungen berichtet er in einem „Bild“-Gastbeitrag.

„Alle Covid-Patienten hier auf der Intensivstation waren schwerkrank, dem Tod näher als dem Leben. Alle jung, von 28 bis 48 Jahre alt. Alle ungeimpft“, schrieb der 57-Jährige dort. „Auch die beiden hochschwangeren Frauen, deren Kinder in einer Notoperation abgeholt wurden und leben, während die Mütter es nicht geschafft haben, wie ich jetzt weiß.“ Seine Eindrücke schildert er mit drastischen Worten.

„Ich konnte nicht viel helfen, ich konnte mich nur beim Bewegen nützlich machen, in zusätzliche Schutzkleidung gehüllt, mit einer FFP2-Maske und einer Art Taucherbrille auf den Augen.“ Warum es manche so hart trifft, sei noch unklar, sagt Liefers. „Allerdings waren sich Krankenschwestern und Ärzte einig, dass hier niemand mit einer Impfung gelandet wäre.“

Zu Impfungen wollte Liefers allerdings nicht direkt aufrufen, obwohl er im Text erklärt, dass er selbst geimpft sei. „Ich habe mir ausführlich erklärt, wie eine mRNA-Impfung funktioniert, inklusive aller Risiken und Nebenwirkungen, und habe mich dann dafür entschieden. So zimperlich bin ich nicht.“ Gleichzeitig schreibt er aber auch: „Irgendetwas in mir hat sich immer geweigert, aufzustehen und zu sagen: ‚Leute, macht das, macht es!‘, sagte Liefers.

„Ist das doch ein Impfaufruf?“, fragt er sich in seinem Text und gibt gleich die Antwort: „Na, was soll ich sagen? Ich plädiere für die Impfung von Erwachsenen, absolut klarer Fall. Ich erzähle dir hier nur meine Geschichte. Die Entscheidung liegt bei dir.“

Die Regierung entschied, dass es keine Impfpflicht geben sollte. Dass dies nicht durch die Hintertür von Dritten erzwungen werden sollte, versteht sich von selbst. Liefers schließt mit den Worten: „Wenn ich an meinen Tag beim ITS zurückdenke und wie dort die seltsame und manchmal rücksichtslose Lotterie des Lebens für die Sieben gelaufen ist, dann weiß ich auf jeden Fall, dass ich mich nicht getäuscht habe.“

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