Samstag, Juni 25, 2022
StartKULTUR UND KUNSTGeldregen für ARD und ZDF – aber wofür?

Geldregen für ARD und ZDF – aber wofür?

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Ein Blick auf Deutschlands beliebteste Krimiserie macht auch die Kosten für das Unterhaltungsprogramm deutlich. Eine reguläre „Tatort“-Produktion benötigt rund 1,7 Millionen Euro, um einen Großteil – 47 Prozent – ​​der Schauspieler und der Crew zu bezahlen. Das restliche Geld wird für Gerätekosten, Technik oder Steuern und Lizenzrechte benötigt. theaktuellenews zeigt die „Tatort“-Kosten in der Grafik unten.

Doch was bedeutet diese Summe eigentlich? Sind 1,7 Millionen Euro viel Geld für einen 90-Minuten-Thriller? Immerhin zahlen ARD und ZDF bis zu 40 Millionen Euro für Prestigeprojekte wie „Babylon Berlin“ oder den kommenden „Der Schwarm“ – auch wenn dies nur unter Beteiligung internationaler Partner möglich ist.

theaktuellenews wirft einen Blick auf den erfolgreichsten Kinofilm des vergangenen Jahres und vergleicht ihn mit einer „Tatort“-Produktion. Schnell wird klar, dass ein ARD-Krimi nur ein Bruchteil eines internationalen Blockbusters wie „James Bond: Keine Zeit zu sterben“ ist. Für Daniel Craigs Abschied als 007 greift MGM 2019 tief in die Tasche: Das gesamte Produktionsbudget soll rund 250 Millionen US-Dollar betragen haben.

Angesichts der enormen Geldsummen, mit denen es bei den öffentlich-rechtlichen Sendern zu tun hat, ist eine der offensichtlichen Fragen immer: Erreichen die Sender überhaupt die Breite der Gesellschaft – und verdienen sie damit die finanzielle Grundlage, die die Deutschen aufgebracht haben? Die Entwicklung der Fernsehquoten von ARD und ZDF sind dafür ein guter Indikator.

Der Marktanteil beschreibt, wie hoch der Zuschaueranteil ist. In der Jahresbilanz belegt das ZDF dort regelmäßig die Nase vorn und führt alle anderen Sender an, darunter auch die Privatangebote von ProSieben bis Sat.1 und RTL. Obwohl die Werte immer wieder schwanken, bleibt insgesamt der Erfolg des zweiten deutschen Fernsehens sichtbar. Mit 14,7 Prozent im vergangenen Jahr könnte die durchschnittliche Quote für Mainz im Vergleich zu den Vorjahren sogar steigen.

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