Samstag, Mai 21, 2022
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Was macht eigentlich der ESC-Goofy-Barde Guildo Horn?

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Pünktlich zur alljährlichen ESC-Party fragt sich nicht nur die Format-Community, was aus all den ehemaligen ESC-Speerspitzen geworden ist. Einer von ihnen liebte einst „alle“ und sorgte mit nervösem Hit-Pop für Aufsehen. Sein Name: Guildo Horn.

Seit nicht weniger als 66 Jahren ist er

Der ESC als große Bühne für ganz besondere Eitelkeiten. Bands und Künstler wie Abba und Celine Dion starteten einst in grenzenloser Zweisamkeit unter europäischer Flagge ihre unvergleichlichen Weltkarrieren. Auch in Deutschland diente der kunterbunte Pop-Contest, der dieser Tage in Turin stattfindet, dem einen oder anderen Künstler als Karrieresprungbrett.

Neben Schlagerstar Nicole (1982), der Schlagercombo Wind (1985), TV-Ikone Stefan Raab (2000) und Schlagerwirbelwind Lena (2010) hat sich 1998 auch ein gewisser Guildo Horn in den ESC-Geschichtsbüchern verewigt. Mit seiner Schlager-Potpourri aus Foxtrot-Pop, Slapstick und einer visuellen 70er-Überdosis entfachte die diplomierte Musiktherapeutin einen regelrechten Schlager-Pop-Hype.

Plötzlich waren bunte Schlaghosen, Koteletten und der Hecksound der Siebziger und Achtziger wieder voll im Trend. Guildos Überhit „Guildo hat dich lieb“ (geschrieben und produziert von Stefan Raab) vereinte die Massen von Kiel bis München. Egal ob Schlager, Neue Deutsche Welle oder radiotauglicher Deutschpop: Dank des Mannes mit der Glatze und seiner komödiantischen Art waren positive Tanzklänge aus der Heimat plötzlich wieder angesagt.

Doch der Superstar-Boom um den Trierer Musiker, Entertainer, Diplom-Lehrer, Genießer, Musical- und Operettendarsteller und Multiinstrumentalisten hielt nicht lange an. Guildo Horns Kinodebüt („Waschen, Schneiden, Legen“), das 1999 mit großem Medienrummel inszeniert wurde, war ein Flop und die darauffolgenden Tourneen wurden von Jahr zu Jahr kleiner.

Doch der Musiker blieb am Ball. Neben der Konzertbühne beeindruckte er zunehmend auch am Theater. „My Fair Lady“, „Anatevka“, „Kiss Me, Kate“: Guildo Horn war für alles zu haben. Im Frühjahr 2006 trieb der Barde seine Theateraffinität auf die Spitze, als er alle 37 Shakespeare-Stücke an einem Abend in Düsseldorf inszenierte.

Guildo Horn ist Entertainer durch und durch. Ob als TV-Nebendarsteller („In aller Freundlich“, „SOKO Köln“), als Diener-Leporello unter dem Operetten-Banner („Don Giovanni“), als Wirbelwind auf der „Let’s Dance“-Tanzfläche oder als Moderator von Ihr eigenes Talkshow-Format (Horn erhielt den BG Paralympic Media Award für die SWR-Sendung „Guildo und seine Gäste“, die sich vor allem auf Menschen mit geistiger Behinderung konzentriert): Guildo Horn wirbelte in jeder seiner facettenreichen Rollen viel Staub auf.

Im Frühjahr 2021 übernahm Guildo Horn die Moderation der WDR4-Retroshow „Diskothek im WDR“, die einst den amerikanischen Kultmoderator Malcolm Ronald „Mal“ Sondock berühmt machte. Etwa zur gleichen Zeit nahm der Trierer an der beliebten ProSieben-Ratenshow „The Masked Singer“ teil und schlüpfte dort in das Bullenkostüm.

Auch nach über 30 Jahren im Showbusiness ist Guildo Horn immer noch ein gern gesehener Gast, wenn es um familienfreundliche Unterhaltung geht. Allzu große Hoffnungen sollten sich ESC-Fans allerdings nicht machen. Ein Comeback des Barden auf der großen Contest-Bühne wird es wohl nicht geben:

„Für mich ist der ESC ein Thema, das ich gegessen habe. Ich habe es gemacht und es war eine tolle Geschichte, aber bei ‚The Masked Singer‘ zum Beispiel hatte man das Gefühl, zu einem Team zu gehören. Der Spaßfaktor ist auch da.“ hier im Vordergrund.“ , so Guildo Horn im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news kurz nach seiner „The Masked Singer“-Entlarvung.

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