Montag, Januar 24, 2022
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100 Euro im Monat droht Griechenland ungeimpften Senioren

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Griechenland setzt die Impfpflicht für über 60-Jährige rigoros durch. Senioren, die ungeimpft bleiben, müssen ein Bußgeld zahlen. Die Gründe sind beeindruckend: 90 Prozent der Corona-Toten sind älter als 60 Jahre und 8 von 10 sind nicht geimpft.

Ungeimpfte Menschen über 60 müssen in Griechenland künftig mit einem monatlichen Bußgeld von 100 Euro rechnen. Die Maßnahme soll am Sonntag in Kraft treten, wie Regierungssprecher Giannis Economou vor Journalisten sagte. Er begründete die Impfpflicht damit, dass neun von zehn Corona-Todesfällen diese Altersgruppe betreffen.

Zudem sind sieben von zehn intubierten Patienten auf den Corona-Intensivstationen älter als 60. Acht von zehn sind ungeimpft. „Wir müssen in höchstmöglicher Alarmstufe sein und es darf vorerst keine Fahrlässigkeit geben“, sagte der Regierungssprecher.

Angesichts eines Engpasses bei den Corona-Teststationen kündigte die Regierung auch Unterstützung durch das Militär an. Gesundheitsminister Thanos Plevris sagte dem Radiosender Proto Programma, dass zur Entlastung der Apotheken 50 zusätzliche kostenlose Testgelände in der Nähe von Kasernen errichtet werden sollen. Dort hatte es zuletzt lange Schlangen gegeben.

Nach Angaben des Ministers macht die Delta-Variante inzwischen weniger als 20 Prozent aller Infektionen im Land aus. Die Omicron-Variante ist weiterhin auf dem Vormarsch.

Ende November gab Athen bekannt, dass Menschen über 60 impfen müssen. Ende November waren nach offiziellen Angaben rund 67 Prozent der Bevölkerung geimpft. Seit Beginn der Pandemie wurden in Griechenland mehr als 1,6 Millionen Corona-Fälle und über 21.000 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert.

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