Samstag, Mai 21, 2022
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143 Medikamente fehlen vielerorts Kuba räumt einen Mangel an Medikamenten ein

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Das international sehr hoch bewertete kubanische Gesundheitssystem hat ein Problem: Es fehlen zahlreiche Medikamente. Das Land befindet sich in einer schweren Wirtschaftskrise und kann viele für die Produktion notwendige Rohstoffe und Materialien nicht finden.

Das kommunistisch regierte Kuba hat erhebliche Drogenengpässe eingeräumt. Bis April seien 143 verschiedene Medikamente in einer oder mehreren Provinzen des Karibikstaats vermisst worden, sagte der Chef des staatlichen Pharmakonzerns BioCubafarma, Eduardo Martínez Díaz, vor einem Parlamentsausschuss in Havanna. Sein Unternehmen arbeite „intensiv daran, den weit verbreiteten Mangel zu beheben“. Dies wird jedoch nicht „sofort“ geschehen.

In Kuba ist das Gesundheitssystem vollständig verstaatlicht. Laut Martínez Díaz musste die Produktion bestimmter Medikamente aufgrund der schweren Wirtschaftskrise in Kuba zuletzt „verschoben“ werden. Als Ursachen für die Lieferengpässe nannte der Firmenchef konkret „mangelnde Finanzierung, Probleme bei der Bezahlung von Lieferanten“ und die Folgen des seit 1962 geltenden US-Embargos gegen Kuba.

Nach offiziellen Angaben sind 94 Prozent der fehlenden Medikamente auf „die Nichtverfügbarkeit von Rohstoffen und notwendigen Materialien“ zurückzuführen. In sechs Prozent der Fälle liegt es an einem Produktionsstopp in Fabriken aufgrund von Ausfällen oder Wartungsarbeiten.

Kubas Zollbehörden kündigten wegen der Notlage an, die Streichung von Steuern auf Medikamente, Lebensmittel und Hygieneartikel für Reisende um sechs Monate bis Dezember zu verlängern. Diese Regelung gilt seit Juni 2021.

Kuba leidet derzeit unter der schlimmsten Wirtschaftskrise seit drei Jahrzehnten. Das hängt mit dem massiven Rückgang des Tourismus aufgrund der Corona-Pandemie und einer Verschärfung des US-Embargos zusammen. 11,2 Millionen Menschen leben in dem Inselstaat.

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