Mittwoch, Februar 8, 2023
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31 Stück für die Ukraine USA bestätigen die Lieferung von Abrams-Kampfpanzern

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Jetzt ist es offiziell: Die US-Regierung wird 31 Kampfpanzer M1 Abrams an die Ukraine liefern, um Russlands Angriffskrieg abzuwehren. Die USA loben ihn als den besten Panzer der Welt. Es wird jedoch einige Zeit dauern, bis sie im Kriegsland ankommen.

Nur wenige Stunden nach der deutschen Zusage von Leopard-Panzern für Kiew kündigte die US-Regierung an, 31 M1-Abrams-Kampfpanzer an die Ukraine zu liefern. Dies werde es Kiew ermöglichen, sich angesichts des russischen Angriffskriegs besser zu verteidigen, sagte ein hochrangiger Beamter des Weißen Hauses.

Die 31 Panzer entsprechen der Ausstattung eines ukrainischen Panzerbataillons. Die ukrainischen Streitkräfte werden in Kürze in der Verwendung und Wartung des US-Panzers geschult. Die US-Regierung bestellt die Panzer bei der Industrie, weshalb noch unklar war, wann sie in der Ukraine eintreffen würden. „Wir sprechen von Monaten, nicht von Wochen“, sagte ein hochrangiger US-Regierungsbeamter.

US-Regierungsbeamte haben nicht angegeben, welches genaue Modell des M1-Abrams-Panzers die Ukraine erhalten wird. Auch über die Lieferung der dazugehörigen Munition wollten sie zunächst keine Angaben machen. Zum Lieferumfang würden jedenfalls auch gepanzerte Bergungsfahrzeuge vom Typ M88 gehören. Es gehe darum sicherzustellen, dass die ukrainischen Streitkräfte die Panzer langfristig eigenständig einsetzen können, hieß es.

Die Ankündigung der Lieferung am selben Tag wie die aus Berlin zeige, dass „die Vereinigten Staaten und Europa weiterhin zusammenarbeiten, um die Ukraine zu unterstützen“, sagte sie. Washington schätzt Deutschlands Engagement für die Leopard-Panzer für Kiew sehr. „Es ist wirklich bemerkenswert, wenn man auf die außerordentlichen Veränderungen der deutschen Sicherheitspolitik in den vergangenen zwölf Monaten zurückblickt“, sagte sie. „Knapp ein Jahr nach Kriegsbeginn ist dies ein eindrucksvolles Zeichen der Einigkeit.“

Derweil dankte US-Präsident Joe Biden Bundeskanzler Olaf Scholz für seine „Führung“ und sein „unerschütterliches Engagement“ für die Unterstützung der Ukraine. Deutschland habe sich wirklich stark gemacht, die Kanzlerin sei eine starke Stimme für die Einheit und eine enge Freundin, sagte Biden in Washington. „Deutschland hat mich nicht gezwungen, meine Meinung zu ändern“, sagte Biden, als er von einem Journalisten nach dem Sinneswandel der US-Regierung bei der Lieferung von Abrams-Panzern gefragt wurde. „Die Vereinigten Staaten stehen zu ihren Verbündeten und Partnern und werden weiterhin alles tun, um die Ukraine zu unterstützen“, sagte Biden.

Die Abrams-Panzer sind ein technisch komplexes Waffensystem, weshalb sie für die Ukraine eine größere Herausforderung darstellen als manch andere Systeme. „Das ist der beste Panzer der Welt, aber auch der raffinierteste“, sagte der hochrangige US-Beamte in einer telefonischen Einweisung für Reporter.

Die Ukraine fordert seit Monaten Kampfpanzer nach westlichem Vorbild. Die USA hatten zuvor darauf bestanden, dass es aus praktischen Gründen nicht sinnvoll sei, ihre Abrams zur Verfügung zu stellen. Die US-Panzer müssten über den Atlantik transportiert werden, die Wartung sei aufwändiger und sie verbrauchten zu viel Treibstoff, hieß es bisher. „Es macht einfach keinen Sinn, dieses Tool den Ukrainern zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen“, sagte eine Pentagon-Sprecherin vergangene Woche.

Im Zuge der Ukraine-Konferenz im rheinland-pfälzischen Ramstein hatte die US-Regierung der Ukraine gerade weitere Militärhilfe in Milliardenhöhe zugesagt. Das Paket im Wert von rund 2,5 Milliarden US-Dollar umfasst laut Pentagon 59 Schützenpanzer Bradley und erstmals 90 Schützenpanzer STRYKER. Die USA gelten als wichtigster Verbündeter der Ukraine bei der Abwehr der russischen Invasion und liefern beispielsweise auch Mehrfachraketenwerfer vom Typ HIMARS.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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