Freitag, Oktober 7, 2022
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35 Prozent zufrieden mit Kabinett von Bundeskanzler Scholz bekommt schlechte Noten

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Die Liste der Herausforderungen ist lang: Inflation, Krieg in der Ukraine, Klimawandel geben der Regierung viel zu tun. Allerdings ist die Zufriedenheit mit dem Kanzler und seinen derzeit wichtigsten Ministern bei den Wählern gemischt.

Die drohende Energiekrise im Winter, die steigenden Preise für Gas, Strom und andere Güter verunsichern viele Deutsche. Wie zufrieden sind sie also damit, dass sich die Bundesregierung mit diesen Themen befassen muss? Laut RTL- und ntv-Trendbarometer fällt das Zeugnis für Bundeskanzler Olaf Scholz und seine wichtigsten Minister durchwachsen aus.

35 Prozent der Deutschen sind derzeit mit der Regierungschefin von der SPD zufrieden oder sehr zufrieden. 62 Prozent sind hingegen weniger oder gar nicht zufrieden mit ihrer Arbeit. Zum Vergleich: Anfang Juli hatte Scholz zehn Punkte mehr Zufriedenheit erreicht. Die Zustimmung zu seiner Politik unterscheidet sich kaum in Westdeutschland (36 Prozent) und Ostdeutschland (30 Prozent). Nur die Anhänger der eigenen Partei (71 Prozent) sind mit Scholz‘ Arbeit überwiegend zufrieden. Unter den Wählern der Koalitionspartner sind 48 Prozent (Grüne) und 39 Prozent (FDP) mit der Arbeit der Kanzlerin zufrieden.

Besser gestellt ist Außenministerin Annalena Baerbock von den Grünen. Zufriedenheit (47 Prozent) und Unzufriedenheit (48) halten sich die Waage. Allerdings sind nur 28 Prozent der Menschen in Ostdeutschland mit ihrer Politik einverstanden, 68 Prozent sind damit unzufrieden. In Westdeutschland überwiegt hingegen die Zufriedenheit (51 Prozent). 86 Prozent der Grünen-Anhänger stimmen Baerbocks Politik zu, das gilt auch für eine Mehrheit der SPD-Wähler (65 Prozent), beim Koalitionspartner FDP sind es noch 48 Prozent (bei 47 Prozent Ablehnung).

Wie sein Grünen-Kollege hat auch Wirtschaftsminister Robert Habeck zuletzt die Zustimmung verloren. 40 Prozent sind derzeit mit seiner Arbeit zufrieden, 55 Prozent nicht. Im Mai stimmten noch 59 Prozent seiner Politik zu, während 32 Prozent unzufrieden waren. Ähnlich wie Baerbock erhält Habeck in Westdeutschland mehr Zuspruch (42 Prozent Zufriedenheit) als in Ostdeutschland (27 Prozent). Bei den Grünen liegt die Zufriedenheit bei 76 Prozent, bei den Wählern von SPD (60) und FDP (38) liegt sie teils deutlich darunter.

Die Wähler stellten Finanzminister Christian Lindner keine guten Noten aus. Nur ein Drittel ist mit der Arbeit des FDP-Chefs zufrieden, 62 Prozent sind es nicht. Die Zustimmung ist in Ost (34 Prozent) und West (33 Prozent) nahezu gleich. Neben Anhängern der eigenen Partei (68) sind Unionswähler (47) mit der Linie des Ministers zufriedener als die Lager der Grünen (29) und der SPD (36).

Noch unzufriedener ist nur Verteidigungsministerin Christine Lambrecht. Nur 22 Prozent stimmen der SPD-Politikerin zu, 64 Prozent lehnen ihren Kurs ab. Lambrecht erreichte in Ostdeutschland einen Tiefpunkt (13), aber auch in Westdeutschland ist die Zustimmung gering (23). Nicht einmal die Mehrheit der eigenen Anhänger der SPD ist zufrieden: Nur 37 Prozent äußern ihre Meinung entsprechend, 49 Prozent sind mit ihrer Politik nicht einverstanden. Auch bei den Grünen (29 Prozent Zustimmung) und der FDP (25 Prozent) ist die Zufriedenheit sehr gering.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland am 9. und 12. September 2022 erhoben. Datenbasis: 1002 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

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Forsa-Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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