Sonntag, November 28, 2021
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3G im Zugverkehr: Deutsche Bahn plant Stichproben

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Ab morgen gilt die 3G-Regel auch für den Schienenverkehr. Diese will die Deutsche Bahn stichprobenartig in den Zügen überprüfen. Sie ist auf ihre Mitarbeiter angewiesen – und die Kooperation der Reisenden. Kritik gibt es von den Gewerkschaften.

Fahrgäste in Fern- und Regionalzügen sowie in Bussen und Straßenbahnen müssen ab diesem Mittwoch gegen das Coronavirus geimpft, geborgen oder getestet werden. Die Deutsche Bahn kündigte entsprechende Kontrollen der sogenannten 3G-Regel an. Diese sollen stichprobenartig vom Sicherheits- und Kontrollpersonal durchgeführt werden, teilte der Konzern mit.

Kontrollen werden nur während der Fahrt und nicht beim Einsteigen durchgeführt. Die 3G-Regel gilt nur für Züge, nicht für Bahnhöfe und Bahnsteige. Wenn Sie im Zug keinen Nachweis vorlegen, müssen Sie an der nächsten Haltestelle aussteigen. Dort können die Inspektoren auch die Bundespolizei um Hilfe bitten.

„Allein im Fernverkehr sind in den ersten Tagen nach Inkrafttreten der neuen Regeln Kontrollen auf 400 Verbindungen geplant“, teilte die Bahn mit. Damit setzt die Bahn die Beschlüsse der Bundesregierung im neuen Infektionsschutzgesetz von letzter Woche um.

Die Änderungen sind seit Dienstag im Bundesgesetzblatt und damit ab Mittwoch gültig. Damit sollen die Kontakte angesichts der rasant steigenden Zahl von Corona-Infektionen enger geregelt werden. Die Bahngewerkschaften EVG und GDL hatten die neuen Regeln im Bahnverkehr kritisiert. Sie befürchten eine zusätzliche Belastung der Zugbegleiter.

„Die Mitarbeiter der Bahn sind keine stellvertretenden Sheriffs, das muss Sache der Bundespolizei sein“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Eisenbahn und Verkehr (EVG), Martin Burkert, vergangene Woche. GDL-Chef Claus Weselsky stimmte ihm zu: „Das Zugpersonal kann die 3G-Regelung nicht in den Griff bekommen. Wer das fordert, hat keine Ahnung von der Bahn“, sagte er der Zeitung „Die Welt“.

„Seit Beginn der Pandemie leisten unsere Mitarbeiter unter schwierigsten Bedingungen hervorragende Arbeit“, sagte Berthold Huber, Vorstand für Personenverkehr. „Auch sie stehen jetzt wieder vor massiven Herausforderungen. Deshalb setzen wir neben stichprobenartigen Kontrollen durch unsere Mitarbeiter auch auf die Mitarbeit der Fahrgäste bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Regelungen.“



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