Donnerstag, Februar 9, 2023
StartNACHRICHTEN60. Jahrestag des Elysée-Vertrags Macron und Scholz wollen in Europas Militär investieren

60. Jahrestag des Elysée-Vertrags Macron und Scholz wollen in Europas Militär investieren

- Anzeige -


Grundlage der deutsch-französischen Freundschaft ist der Elysée-Vertrag, den die Nachbarländer vor 60 Jahren unterzeichnet haben. Am Sonntag feiern der französische Präsident und die deutsche Bundeskanzlerin den Jahrestag des Abkommens – ein Anlass, gemeinsam ihre Version der EU vorzustellen.

Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben Bundeskanzler Olaf Scholz und der französische Präsident Emmanuel Macron eine Stärkung der EU gefordert. Es sei eine große Herausforderung für die EU, „dafür zu sorgen, dass Europa noch souveräner wird und die geopolitischen Kapazitäten hat, die internationale Ordnung zu gestalten“, schreiben Scholz und Macron in einem am Freitag erschienenen Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ). vor dem 60. Jahrestag des Elysée-Vertrags.

Insbesondere Europa müsse mehr in seine Streitkräfte und seine Rüstungsindustrie investieren, fordern die deutschen und französischen Staatschefs. Dies fördert auch die transatlantischen Beziehungen. Scholz, das gesamte Bundeskabinett und zahlreiche Bundestagsabgeordnete werden am Sonntag in Paris erwartet, um den 60. Jahrestag des Elysée-Vertrags zu feiern. Anschließend treffen sich beide Regierungen im Elysée-Palast zum deutsch-französischen Ministerrat.

Auch ein Treffen des Deutsch-Französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrates ist geplant. Am 22. Januar 1963 unterzeichneten die deutsche und die französische Regierung den Élysée-Vertrag, der als Grundlage der Freundschaft zwischen den beiden Ländern gilt.

Mit der Einigung seien „Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte erbitterter Rivalitäten und blutiger Kriege zwischen unseren beiden Ländern im Herzen Europas überwunden“, schreiben Scholz und Macron in der „FAZ“. Der russische Krieg gegen die Ukraine sei eine Mahnung, „das Ende des Traums der Gründerväter Europas von einem Kontinent des Friedens zu verhindern“.

Die angestrebte geopolitische Stärke werde nicht nur militärisch gemessen, erläutern Macron und Scholz in dem Zeitungsartikel, sondern auch an „Resilienz und unserer Fähigkeit, in strategischen Bereichen zukunftsorientiert zu handeln“. Dazu gehört auch die Diversifizierung bei „strategischen Lieferungen“.

Zudem müsse sich Europa laut Scholz und Macron auf den Weg machen, „der erste klimaneutrale Kontinent der Welt zu werden“. „Wir werden nationale Entscheidungen zum Energiemix akzeptieren“, schreiben die beiden. Frankreich setzt auf den Ausbau der Atomkraft, in Deutschland sollen im Frühjahr die letzten Atomkraftwerke vom Netz gehen.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare