Mittwoch, Dezember 7, 2022
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8,5 Stunden Arbeit Johnson verlangt für eine Rede ein sechsstelliges Gehalt

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Als öffentlicher Redner verdient Boris Johnson mit einem einzigen Auftritt mehr als in einem ganzen Jahr als britischer Premierminister. Offiziellen Unterlagen zufolge hielt der Ex-Premierminister die Rede vor Versicherungsagenten in den USA – und zuvor ehrte er den Medienmogul Rupert Murdoch auf seiner Farm in Montana.

Gut zwei Monate nach seinem Ausstieg aus der Downing Street hat Boris Johnson eine zweite, durchaus lukrative Karriere gestartet. Wie aus dem Register der Nebeneinnahmen für Parlamentsabgeordnete in Großbritannien hervorgeht, erhielt der Ex-Premierminister für eine Rede in den USA im Oktober ein Honorar von 276.130 britischen Pfund (umgerechnet rund 316.000 Euro) – insgesamt also von 8 Stunden und 30 Stunden Arbeit in Minuten angegeben.

Das ist weit mehr, als Johnson als Premierminister und Abgeordneter zusammen verdient hat. Britische Medien schätzen den Jahresverdienst während seiner Amtszeit auf 164.080 britische Pfund (umgerechnet rund 188.500 Euro).

Im Vereinigten Königreich sind Parlamentsabgeordnete verpflichtet, genaue Aufzeichnungen über ihre Nebeneinkünfte zu führen und diese im Register zu veröffentlichen, das alle 28 Tage aktualisiert wird. Sie enthüllt auch, dass Johnson kurz vor seiner Rede vor einem Verband von Versicherungsvertretern und -maklern in Colorado Springs auf Einladung des Medienmoguls Rupert Murdoch nach Montana, USA, gereist ist. Dort lebt Murdoch laut Medienberichten auf einer 200-Millionen-Dollar-Ranch.

Murdoch, zu dessen Imperium in Großbritannien einflussreiche Zeitungen wie die „Sun“ und die „Times“ gehören, zahlte persönlich für Johnsons Besuch umgerechnet rund 13.260 Euro. Er ist unter anderem als Spender für Johnsons Reisetransport innerhalb der Vereinigten Staaten und seine Unterkunft aufgeführt.

Auch Johnsons Vorgängerin Theresa May generiert mit Reden regelmäßig hohe Zusatzeinnahmen. Aber im Vergleich zu Johnson scheinen ihre Honorare bescheiden zu sein. Im jüngsten Registereintrag gab sie an, für einen Auftritt in den USA 97.000 Pfund (umgerechnet rund 111.000 Euro) erhalten zu haben.

Dass Politiker nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt viel Geld verdienen, ist nichts Neues. Ex-US-Präsident Bill Clinton soll vor rund zehn Jahren eine halbe Million Dollar für einzelne Reden kassiert haben.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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