Freitag, August 12, 2022
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Abfahrt aus ukrainischen Häfen: Drei weitere Getreidetransporter treffen ein

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Nach monatelanger Blockade nehmen die Getreideexporte aus der Ukraine langsam Fahrt auf. Jetzt haben drei weitere Handelsschiffe die Häfen am Schwarzen Meer verlassen.

Drei weitere Schiffe mit Getreide an Bord verließen am Freitagmorgen ukrainische Häfen. Die drei mit Mais beladenen Frachter würden Irland, Großbritannien und die Türkei anlaufen, teilte das türkische Verteidigungsministerium in einer Erklärung mit.

Die Abfahrt der Schiffe ist Teil der im Juli von der Ukraine und Russland unterzeichneten Vereinbarungen zur Wiederaufnahme des Getreideexports aus ukrainischen Häfen.

Ankara hatte die Starts bereits am Donnerstag angekündigt. Die Türkei und die UN vermittelten bei dem Abkommen.

Die unter panamaischer Flagge fahrende Navistar verließ Odessa mit einer Ladung von 33.000 Tonnen Mais in Richtung Irland. Mit 13.000 Tonnen Fracht trat die unter maltesischer Flagge fahrende „Rojen“ ihre Reise vom Hafen von Tschernomorsk nach Großbritannien an.

Anfang der Woche startete der erste Getreidehändler seit Kriegsbeginn in der Ukraine. Nach erfolgreicher Fahrt durch den zwischen den Kriegsparteien vereinbarten Schwarzmeerkorridor und einer Inspektion am Bosporus ist die „Razoni“ nun auf dem Weg in den Libanon.

Vereinbarungen zur Wiederaufnahme ukrainischer Getreidelieferungen auf dem Seeweg wurden vor zwei Wochen in Istanbul unterzeichnet. Für diese Expeditionen sind sichere Routen im Schwarzen Meer geplant.

Darüber hinaus wurde auf der Grundlage des Istanbul-Abkommens das Koordinierungszentrum eingerichtet, in dessen Rahmen Vertreter der Ukraine und Russlands sowie der Türkei und der UNO gemeinsam die sichere Passage ukrainischer Handelsschiffe auf den festgelegten Routen überwachen müssen.

Bis zu 25 Millionen Tonnen Weizen sind aufgrund des Krieges in ukrainischen Häfen blockiert, was zu einer globalen Nahrungsmittelkrise beiträgt. Die Ukraine und Russland gehören zu den größten Weizenproduzenten der Welt.

Vor Kriegsbeginn lieferten beide Länder zusammen etwa 30 Prozent des weltweit gehandelten Getreides. Der monatelange Exportstopp hat vor allem arme Länder getroffen, die stark von Importen aus Russland und der Ukraine abhängig sind.

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Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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