Sonntag, Januar 29, 2023
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Abiturienten bleiben auf der Strecke Immer mehr Abiturienten absolvieren eine Lehre

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Die Zahl der Abiturienten, die sich gegen ein Studium und für eine Berufsausbildung entscheiden, steigt. Für Jugendliche mit Hauptschulabschluss wird die Suche nach einem Ausbildungsplatz daher immer schwieriger.

Laut einer Studie haben es Jugendliche mit Hauptschulabschluss immer schwerer, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Gleichzeitig ist der Anteil der Abiturienten, die eine Ausbildung begonnen haben, in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des FiBS-Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervorgeht.

„Von mangelnder Attraktivität der Berufsausbildung für Abiturienten kann keine Rede sein“, wird Studienautor Dieter Dohmen in einer Mitteilung der Stiftung zitiert. Zwischen 2011 und 2021 ist der Anteil der Jugendlichen, die eine Lehre mit Hauptschulabschluss begonnen haben, um ein Fünftel gesunken.

Für Jugendliche ohne Schulabschluss hat sich die ohnehin schon schwierige Situation zuletzt verschärft: Laut Studie lag die Übergangsquote im Jahr 2021 bei 30 Prozent. In den vergangenen 15 Jahren hatte sie um 35 Prozent geschwankt. Der Anteil der Abiturienten, die sich für eine Ausbildung entschieden, stieg hingegen von 35 Prozent im Jahr 2011 auf 47,4 Prozent im Jahr 2021. Vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019 lag der Anteil sogar noch etwas höher (48,5 Prozent).

„Es passt einfach nicht zusammen, wenn Arbeitgeber einerseits über einen Mangel an Bewerbern klagen, andererseits aber oft nur die Besten auswählen. Auch junge Menschen mit Hauptschulabschluss brauchen Chancen auf einen Ausbildungsplatz“, sagte der Abgeordnete DGB Vorsitzende Elke Hannack. Das Potenzial für mehr Ausbildung und damit für die Linderung des Fachkräftemangels ist enorm. „Als Gesellschaft können wir es uns nicht leisten, dies brach liegen zu lassen“, sagte sie. Wichtig ist, dass die geplante Ausbildungsgarantie verbessert wird.

Die Ampelregierung hat die Garantie in ihrem Koalitionsvertrag verankert. Die Zahl der Ausbildungsplätze ist der Studie zufolge im langjährigen Vergleich gesunken: Lag der letzte Höchststand 2007 bei gut 844.000 Menschen in der Ausbildung, waren es 2021 706.000. Die Corona-Pandemie bedeutete hier einen Einschnitt, in den Jahren davor war die Zahl zwischenzeitlich leicht gestiegen.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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