Dienstag, Januar 31, 2023
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Ähnlich wie die Bahn sieht Wissing die Gefahr von Staus

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Die Zahl der Autos in Deutschland nimmt stetig zu. Das Straßennetz sei dafür nicht ausgelegt, sagt Verkehrsminister Wissing und ergänzt den Streit mit dem Umweltministerium. Ohne einen massiven Ausbau drohen Zustände wie bei der Bahn.

Verkehrsminister Volker Wissing hat davor gewarnt, dass die Straßen in Deutschland bald so überlastet sein könnten wie heute die Schienen. „Wenn wir auf der Straße nicht ähnliche Zustände wie auf der Schiene erleben wollen, müssen wir auch hier dringend gegensteuern“, sagte er der „Bild am Sonntag“. „In Deutschland ist nicht nur die Zahl der Autos, sondern auch der Güterverkehr im Laufe der Jahre stetig gestiegen. Dem ist jedoch weder auf der Schiene noch auf der Straße gefolgt.“

Damit knüpfte Wissing an den Streit mit Umweltministerin Steffi Lemke über schnellere Planungsverfahren im Verkehrsbereich an. Wissing möchte, dass der Bau und Ausbau von Straßen in Zukunft – ebenso wie erneuerbare Energien – im überwiegenden öffentlichen Interesse stehen. Dies soll die Umsetzung eines Vorhabens erleichtern, wenn Behörden und Gerichte abwägen. Das Umweltministerium ist dagegen. Es wird befürchtet, dass dies der Umwelt schadet. Neue Autobahnen diene nicht der Erreichung der Klimaziele, das Gegenteil sei der Fall, hieß es am Freitag. Die Spitzen der Koalition sollen sich am Donnerstag mit dem Thema befassen.

Der „Bild am Sonntag“ sagte Wissing, dass überlastete Autobahnen durch zusätzliche Fahrspuren verbreitert werden müssten. Mit Blick auf den von den Grünen angeführten Klimaschutz sagte er: „Wir müssen einen klimaneutralen Verkehr auf der Straße ermöglichen, mit mehr Elektroautos und CO2-neutralen Kraftstoffen, auch im Güterverkehr.“ Wissing betonte die Bedeutung des Autos: „Autofahren bedeutet Freiheit, Flexibilität und Privatsphäre, im ländlichen Raum und im Alter auch Teilhabe und Selbstbestimmung. Die Deutschen erwarten daher zu Recht, dass unsere Straßen in einem guten Zustand sind.“

Auf deutschen Autobahnen seien im vergangenen Jahr 3,7 Milliarden Tonnen Güter transportiert worden, zehnmal so viel wie auf der Schiene, sagte Wissing. „2023 werden es noch einmal 50 Millionen Tonnen mehr sein.“ Das kann die Bahn alleine nicht leisten. „Auch wenn es nicht allen gefällt: Es wird mehr Verkehr auf deutschen Straßen geben und wir müssen damit umgehen. Sonst kommt die Wirtschaft bald zum Erliegen und wir verlieren Arbeitsplätze.“

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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