Donnerstag, August 11, 2022
StartNACHRICHTENAl-Kaida-Führer al-Sawahiri: Der "Terror-Doktor"

Al-Kaida-Führer al-Sawahiri: Der "Terror-Doktor"

- Anzeige -


Sein Spitzname „Terror Doctor“ stand für beide Seiten der Persönlichkeit des Al-Qaida-Führers al-Zawahiri: Er war Arzt und leitete bereits als Arzt Terrorzellen in Ägypten. Aber er wurde immer von bin Laden überschattet.

Aiman ​​al-Zawahiri galt als hochintelligent, stammte aus einer angesehenen ägyptischen Familie aus dem Nildelta und hätte der Familientradition folgend eine Karriere als Arzt einschlagen können; eine, die Leben retten und heilen soll. Wenn da nicht die Ideologie wäre.

Schon als junger Mann galt Al-Sawahiri als äußerst religiös. Medienberichten zufolge soll er im Alter von 15 Jahren noch während seiner Schulzeit eine geheime Gruppierung mit dem Ziel gegründet haben, die ägyptische Regierung zu stürzen und eine islamische Herrschaft durchzusetzen. Die weltweite Ausbreitung des Dschihad blieb Zeit seines Lebens sein erklärtes Ziel.

Nach seinem Medizinstudium arbeitete al-Sawahiri zunächst als Chirurg in einem Krankenhaus und in der Armee. Doch schon als junger Arzt leitete er in den 1970er Jahren eine Zelle mit 40 Mitgliedern. Daraus entstand später die Gruppe al-Jihad. Dieser plante Anfang der 1980er Jahre einen Putsch in Ägypten – viele Mitglieder wurden festgenommen. Auch Al-Zawahiri wurde 1981 für drei Jahre in Ägypten inhaftiert, schwer gefoltert und radikalisierte sich im Gefängnis weiter.

Danach war er definitiv ein gewalttätiger Extremist. Er reiste nach Saudi-Arabien, Pakistan und Afghanistan und traf dort Osama bin Laden. Beide gehörten zur Gründergeneration von Al-Qaida, bildeten ab 1988 das Terrornetzwerk, führten aber zunächst weiterhin eigene Gruppierungen.

Bin Laden und al-Zawahiri blieben ihr Leben lang zusammen, zogen in den 1990er Jahren in den Sudan und errichteten dort ein Ausbildungslager für gewalttätige Islamisten. Als sie 1996 aus dem Sudan ausgewiesen wurden, reiste al-Zawahiri um die Welt, um Geld für den Kampf zu sammeln. Es gab die ersten Bombenanschläge auf US-Botschaften und im Juni 2001, nur wenige Monate vor dem 11. September, schlossen sich die Gruppen um al-Zawahiri und bin Laden schließlich zu Al-Qaida zusammen. Kurz darauf die Anschläge vom 11. September 2001.

Al-Zawahiri blieb lange Zeit die Nummer 2 hinter Osama bin Laden, bis bin Laden 2011 bei einem aufsehenerregenden Einsatz einer US-Spezialeinheit in Pakistan getötet wurde Al-Qaida geführt, obwohl er es nicht geschafft hat, den ikonischen Status seines Vorgängers zu erreichen.

Greg Barton, ein islamischer Politikwissenschaftler an der Deakin University in den USA, sagte gegenüber ABC: „Al-Zawahiri war nicht sehr charismatisch, nicht sehr inspirierend. Und er war ein alter Mann. Jetzt eine junge, neue Generation von Al-Qaida. . zu Führern aufsteigen.“

Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte Al-Zawahiri im vergangenen September, genau 20 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September. In einer Videobotschaft rief er seine Anhänger zum Kampf gegen den Westen auf.

Die Vereinigten Staaten hatten ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt, und in den letzten Monaten gab es unbestätigte Gerüchte über seinen Tod.

Am Ende war es wohl sehr still: Als al-Zawahiri am frühen Wochenende aus seinem Versteck in Kabul auf den Balkon trat, tötete ihn eine amerikanische Drohne. Tod per Fernsteuerung sozusagen – das Ende eines langjährigen Extremisten. Wie er seinen Lebensweg mit seinem ursprünglichen Beruf als Arzt vereinbar sah – diese Frage hätten ihm viele gerne gestellt.



Quelllink

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare