Mittwoch, Dezember 1, 2021
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"Alle werden gleich behandelt" Chief Medical Officer Montgomery: Bereiten Sie sich auf die Triage vor

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Die Situation auf deutschen Intensivstationen ist dramatisch; Der Vorsitzende des Montgomery World Medical Association sieht Mediziner angesichts der Situation vor Triage-Entscheidungen. Aus diesem Grund fördert er intensiv die Verlegung von Patienten ins Ausland. Tausende könnten davon betroffen sein.

Angesichts der stark gestiegenen Zahl der Corona-Fälle warnte der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, vor einer dramatischen Eskalation in den Kliniken: „Wir bereiten uns alle auf eine Triage vor“, sagte Montgomery den Zeitungen der der Funke Mediengruppe. Die Ärzte taten alles, um diese letzte schlimme Entscheidung abzuwenden. „Aber angesichts der steigenden Infektionszahlen müssen sich die Kliniken vorbereiten“, sagte der Arzt. Lässt sich eine Triage-Entscheidung nicht vermeiden, wird jeder Patient unabhängig von Herkunft, Religion oder Impfung berücksichtigt. In dieser Hinsicht würden alle Menschen gleich behandelt. „Das Wichtigste ist dann die Chance auf einen klinischen Erfolg“, erklärte Montgomery.

Die Ärztekammern und die Bundesärztekammer hatten bereits im vergangenen Herbst grundlegende Empfehlungen für Triageentscheidungen herausgegeben, um den betroffenen Ärzten die Entscheidung zu erleichtern, welcher Patient bevorzugt wird, wenn die intensivmedizinischen Kapazitäten nicht mehr für alle ausreichen.

Um die Kliniken zu entlasten, forderte Montgomery die Umsiedlung von Patienten in andere europäische Länder: „Die systematische Umsiedlung von Covid-Patienten ins Ausland muss jetzt eingeleitet werden. Auch die Bundeswehr muss helfen.“ In der ersten Welle der Pandemie hat Deutschland anderen Ländern geholfen. Jetzt würden andere Länder mit besseren Kapazitäten den Deutschen helfen. „Das ist nicht ungewöhnlich.“

Es gebe Nachbarländer mit deutlich geringeren Inzidenzen, sagte der Vorsitzende des Weltärztebundes. „Frankreich geht es etwas besser als uns, Italien geht es viel besser.“ Aber man sollte Solidarität nicht überfordern. Wenn die Zahlen weiter steigen, geht es nicht darum, zehn Patienten auszufliegen. „Dann gibt es Hunderte oder sogar Tausende, denen die Intensivbetten ausgehen.“ Das ist eine Größenordnung, die laut Montgomery mit Umzügen ins Ausland nicht mehr gelöst werden kann.

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