Montag, August 15, 2022
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Altkanzler: Schröder: Der Kreml will eine Verhandlungslösung

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Altkanzler Schröder bestätigte ein Treffen mit Russlands Präsident Putin. „Die gute Nachricht ist, dass der Kreml eine Verhandlungslösung will“, sagte er in einem Interview.

Altkanzler Gerhard Schröder zeigte sich nach den Gesprächen in Moskau zuversichtlich, dass Russland im Krieg gegen die Ukraine eine „Verhandlungslösung“ anstreben werde.

Er habe sich vergangene Woche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau getroffen, sagte der SPD-Abgeordnete in einem Interview mit dem Magazin „Stern“ und dem Sender RTL/ntv.

Als ersten Erfolg bezeichnete Schröder die kürzlich erzielte Einigung der Kriegsparteien über Getreideexporte aus der Ukraine. „Vielleicht lässt sich das langsam zu einem Waffenstillstand ausweiten“, sagte der Altkanzler in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview.

Er betonte, dass es „bereits einen Verhandlungsansatz zum Konflikt zwischen der Ukraine und Russland“ gegeben habe, etwa im März in Istanbul. „Die Türken waren sehr hilfreich, genauso wie sie derzeit bei den Verhandlungen über die Getreidelieferungen sehr hilfreich sind.“

Der Altkanzler wird seit langem wegen seiner Nähe zu Putin und der russischen Öl- und Gasindustrie kritisiert. Schröder bezeichnete den Krieg erneut als „Fehler der russischen Regierung“, verteidigte aber gleichzeitig seine Kontakte zu Moskau. „Aber warum sollte ich aufhören, juristische Gespräche zu führen und mich und meine Familie nicht in Schwierigkeiten bringen?“, fragte er im Interview.

Schröder sagte, die wirklich relevanten Probleme könnten gelöst werden, darunter ein Kompromiss für die Donbass-Region in der Ostukraine und die Frage einer möglichen „bewaffneten Neutralität“ der Ukraine als Alternative zur Nato-Mitgliedschaft.

Schröder betonte in dem Interview, er glaube, die 2014 von Russland annektive Schwarzmeerhalbinsel auf der Krim sei in Kiew verloren gegangen. Es sei „absurd“, dass die Ukraine die Krim militärisch zurückerobert.

Angesichts der Gaskrise empfiehlt Schröder die Inbetriebnahme der Pipeline Nord Stream 2.

Schröder ist Aufsichtsratsvorsitzender von Nord Stream 2. Nach Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine schloss die Bundesregierung die Inbetriebnahme von Nord Stream 2 aus. Zuletzt waren sieben Bürgermeister der Ostseeinsel Rügen Sea, haben sich für die Nutzung der Ölpipeline ausgesprochen.

Schröder ist Anfang März nach Moskau gereist und hat mit Putin über den Krieg in der Ukraine gesprochen. Noch später berichtete er, Putin sei an einer Verhandlungslösung interessiert.

Gegen Schröder läuft derzeit ein Verfahren zum Ausschluss aus der SPD wegen seiner Nähe zu Putin und seines Engagements bei russischen Staatsunternehmen. Insgesamt gingen bei der SPD 17 passende Bewerbungen von Kreis- und Ortsverbänden ein.

Aktuelle Nachrichten zum russischen Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Live-Blog:

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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