Mittwoch, Dezember 7, 2022
StartNACHRICHTENAngst vor einer neuen Welle Kreml protestiert gegen Ende der Wehrpflicht

Angst vor einer neuen Welle Kreml protestiert gegen Ende der Wehrpflicht

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Bis Ende Oktober versprach Putin, dass die Teilmobilisierung beendet und keine Rekruten mehr eingezogen würden. Tausende Russen bezweifeln das und fordern einen offiziellen Erlass. Aus dem Kreml kam erneut nur eine mündliche Zusicherung.

Der Kreml ist der Befürchtung in der russischen Bevölkerung entgegengetreten, dass eine zweite Welle von Reservisten für den Krieg gegen die Ukraine mobilisiert werden könnte. Im Kreml gebe es „keine Diskussionen“ darüber, sagte Sprecher Dmitri Peskow am Mittag nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen. Russland hatte nach eigenen Angaben Ende Oktober die Mobilisierung von 300.000 Reservisten für den Krieg in der Ukraine abgeschlossen. Rund 82.000 der Männer waren bereits Anfang November an der Front im Einsatz, der Rest sollte für den Kampf in Russland vorbereitet werden. Verteidigungsminister Sergej Schoigu sagte damals, es seien keine neuen Mobilisierungsmaßnahmen geplant.

Die Mobilmachung hatte in Russland eine regelrechte Massenpanik ausgelöst, Hunderttausende Menschen flohen – zumindest vorübergehend – ins Ausland. Viele von ihnen reisten in die Nachbarländer Kasachstan und Georgien. Andere versteckten sich im eigenen Land, um nicht in die Streitkräfte eingezogen zu werden. Trotz offizieller Dementis des Kreml und des Verteidigungsministeriums ist die Angst vor einer weiteren Mobilisierungswelle in Russland groß. Dass viele den Informationen des Kremls nicht trauen, liegt wohl auch daran, dass es bei der Mobilisierung bisher immer zu Chaos kam. Es sind mehrere Fälle dokumentiert, in denen Männer trotz gesundheitlicher Probleme eingezogen wurden.

In Russland hatten zuletzt Tausende Russen auf verschiedenen Plattformen ein offizielles Ende der Rekrutierung gefordert. Sechzehn Antikriegsgruppen in Russland haben eine entsprechende Petition gestartet. Am 31. Oktober gab Präsident Wladimir Putin bekannt, dass die Mobilisierung beendet sei. Allerdings habe er davon abgesehen, ein Dekret über ein offizielles Ende zu unterzeichnen, heißt es hier. „Inzwischen erhalten die Russen immer noch Vorladungen.“ Die Unterzeichner sind besorgt, dass die Erklärung des Präsidenten den russischen Bürgern keine Garantien bietet, bis sie dokumentiert ist, sagen Anwälte und Menschenrechtsaktivisten. „Unsere Lieben, Verwandten, Söhne, Ehemänner, Brüder sind immer noch in Gefahr.“

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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