Dienstag, Dezember 6, 2022
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Angst vor Gasunterbrechungen Ein Drittel der Deutschen hat bereits vorgesorgt

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35 Prozent der Befragten des RTL/ntv-Trendbarometers kauften Heizungen oder Herde, um bei Gasknappheit die Wohnung warm zu halten. Die große Mehrheit der Deutschen leidet bereits unter den hohen Energiepreisen.

Die drohende Energiekrise und die hohe Inflation nehmen derzeit viel öffentlichen Raum ein. Eine sehr große Mehrheit (87 Prozent) der Befragten des RTL/ntv-Trendbarometers fühlt sich durch die höheren Preise für Strom, Gas oder Heizöl besonders belastet. Kaum weniger (78 Prozent) leiden stark unter den höheren Preisen für Lebensmittel des täglichen Bedarfs.

Zwei Drittel (68 Prozent) geben an, dass sich die höheren Benzin- und Dieselpreise besonders negativ auf ihren Haushalt auswirken. Die Hälfte der Deutschen (51 Prozent) sieht zudem sehr negative Auswirkungen von Verlusten bei der Geldanlage und der Verringerung des eigenen Vermögens. 45 Prozent sehen die erhöhten Anschaffungskosten im Haushalt und 41 Prozent die höheren Preise für Dienstleistungen, beispielsweise für Handwerker, als besondere Belastung für den eigenen Haushalt.

Rund ein Drittel der Befragten gab an, dass die höheren Preise in der Gastronomie (33 Prozent) und die höheren Preise für Kleidung und Schuhe (29 Prozent) den eigenen Haushalt besonders belasten.

Bei dieser Frage gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Altersgruppen. Die höheren Preise für Lebensmittel, Benzin, Haushaltsartikel, Dienstleistungen, Restaurants, Kleidung und Schuhe werden von den über 60-Jährigen seltener als Belastung empfunden als von den mittleren und jüngeren Altersgruppen.

Die höheren Anschaffungskosten im Haushalt betreffen überdurchschnittlich oft die jüngeren Menschen unter 45, die höheren Preise für Kleidung und Schuhe am häufigsten die 30- bis 44-Jährigen, die mitten im Berufsleben stehen und oft Kinder zu suchen haben nach.

Die höheren Preise werden von Beziehern höherer und niedrigerer Einkommen in nahezu allen Lebensbereichen als ähnliche Belastung empfunden. Befragte mit höheren Einkommen (ab 4.000 Euro) nannten lediglich den Wegfall von Geldanlagen und den Vermögensabbau häufiger als besonders negative Entwicklung für ihren Haushalt als Befragte mit niedrigeren Einkommen.

58 Prozent der Deutschen glauben, dass Deutschland nach dem vollständigen Stopp der Gaslieferungen aus Russland in den kommenden Herbst- und Wintermonaten genügend Gas aus anderen Quellen beziehen kann, um den Bedarf der privaten Haushalte und der Wirtschaft zu decken. 36 Prozent – ​​überwiegend Ostdeutsche (51 Prozent) und AfD-Anhänger (60 Prozent) – befürchten, dass dies nicht gelingen wird, sodass die Gasversorgung vorübergehend unterbrochen werden muss.

Noch optimistischer fällt die Einschätzung der Bundesbürger hinsichtlich der Versorgungssicherheit in den kommenden Monaten aus. 66 Prozent glauben, dass die Stromversorgung in Deutschland im Herbst und Winter immer gesichert ist. 31 Prozent – ​​wiederum am ehesten die Ostdeutschen und die Anhänger der AfD – glauben, dass es zu vorübergehenden Abschaltungen der Stromversorgung kommen wird.

Gut ein Drittel der Deutschen (35 Prozent) gibt an, für den Fall, dass die Energieversorgung für den eigenen Haushalt unterbrochen wird, vorgesorgt zu haben, etwa durch den Kauf von Elektroheizungen, einem Holz- oder Kaminofen oder Ähnlichem. 65 Prozent – ​​egal ob sie ihren Haushalt mit Gas heizen oder nicht – haben noch keine Vorkehrungen gegen eine mögliche Unterbrechung der Energieversorgung getroffen.

Wie Anfang September befürwortet nur eine Minderheit der Deutschen die Abschaltung der drei noch in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke bis Ende des Jahres (10 Prozent) oder den vorübergehenden Weiterbetrieb von zwei der drei Kernkraftwerke bis Ende März 2023 (18 Prozent). Stattdessen spricht sich die große Mehrheit von 68 Prozent der Deutschen weiterhin dafür aus, bis 2024 alle drei Kernkraftwerke zur Stromerzeugung zu nutzen.

Von den Anhängern der Grünen sprechen sich 42 Prozent für den Weiterbetrieb aller drei Atomkraftwerke und etwas weniger (35 Prozent) für den vorläufigen Weiterbetrieb von zwei Atomkraftwerken aus.

46 Prozent der Deutschen erwarten, dass Habeck die aktuelle Energiekrise überstehen wird. Fast genauso viele (47 Prozent) glauben das nicht. Eine Mehrheit der Anhänger der SPD (65 Prozent) und der Grünen (85 Prozent) glaubt, dass Habeck die Energiekrise überwinden wird, während die Anhänger der FDP in dieser Frage gespalten sind. Eine Mehrheit der Ostdeutschen (64 Prozent) sowie Anhänger von CDU/CSU (58 Prozent) und AfD (82 Prozent) befürchten, dass Habeck die Energiekrise nicht überwinden kann.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland am 29. und 30. September 2022 erhoben. Datenbasis: 1008 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa finden Sie hier.
Forsa-Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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