Samstag, Juni 25, 2022
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Anhörungen zum Sturm auf das US-Kapitol beginnen

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Der Untersuchungsausschuss zum Sturm auf das US-Kapitol im Januar 2021 hat ein Jahr lang recherchiert, jetzt beginnen die öffentlichen Anhörungen. Alle Sender übertragen live – außer Fox News.

Pünktlich um 20 Uhr Ortszeit – Primetime in Washington – beginnt am 6. Januar die erste von voraussichtlich sechs Anhörungen im Untersuchungsausschuss zum Kapitolsturm. Mit Ausnahme des konservativen Senders Fox News übertragen alle US-Nachrichtensender das TV-Spektakel live.

Ziel der öffentlichen Anhörungen ist es, US-Fernsehzuschauer davon zu überzeugen, dass Anhänger des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump versucht haben, die Präsidentschaftswahl 2020 am 6. Januar 2021 gewaltsam zu stürzen.

Gezeigt werden sollen unter anderem aufgezeichnete Interviews mit Zeitzeugen, Live-Zeugnisse und teilweise erschütternde Videos, die die Ereignisse des Tages chronologisch nachzeichnen und den blutigen Sturm auf das Kapitol dokumentieren.

Der Untersuchungsausschuss – bestehend aus sieben Demokraten und zwei Republikanern – hat seit Juli vergangenen Jahres rund 1.000 Zeugen befragt, Tausende Stunden Videomaterial gesichtet und mehr als 100.000 Dokumente durchforstet. Der Ausschuss plant, seinen Bericht im September vorzulegen.

Erst vor zwei Tagen wurde öffentlich, dass Ex-Präsident Trump versucht hatte, den Geheimdienst zu einer Begleitung zu überreden, damit er und seine Anhänger zum Kapitol marschieren konnten. Die Washingtoner Polizei hatte dies jedoch rundweg bestritten.

Der Sturm auf das Kapitol gilt als schwarzer Tag in der Geschichte der US-Demokratie. Er hat das Land erschüttert. Fünf Menschen starben bei der Gewalt, darunter ein Polizist. Nach Einschätzung des parlamentarischen Ausschusses hatte Trump mit seinen unbegründeten Vorwürfen des angeblichen Wahlbetrugs monatelang den Grundstein gelegt.

Hunderte Trump-Anhänger stürmten daraufhin das Kapitol, als dort Bidens Wahlsieg bescheinigt werden sollte. Trump hatte zudem die falsche Behauptung verbreitet, ihm sei durch Wahlbetrug eine zweite Amtszeit aberkannt worden. Anschließend rief er seine Sympathisanten auf, auf das Parlamentsgebäude zu marschieren.



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