Samstag, Mai 21, 2022
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Ankündigung von Elon Musk: Platzt der Twitter-Deal?

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Elon Musk hat angeblich seine Übernahme von Twitter wegen gefälschter Accounts auf Eis gelegt. Platzt der Deal jetzt? Analysten sind sich einig: Er will mit seinem Manöver nur den Kaufpreis nach unten drücken.

Im Frühstücksradio des Wirtschaftsdienstes Bloomberg ärgern sich die Moderatoren nur, als Elon Musk mit seinen Ankündigungen eine neue Trendwende ankündigt.

Brian Stelter, Medienjournalist bei CNN, glaubt, dass Musk die Rolle des großen Unterhändlers genießt, über die die ganze Welt schreibt. Es scheint, so Stelter, dass er die Verhandlungen mehr genießt, als Twitter zu besitzen.

Eines hat der 50-jährige Multimilliardär erreicht. Der Aktienkurs des Kurznachrichtendienstes aus San Francisco ist gestern weiter gefallen. Als die New Yorker Börse am Abend schloss, hatte Twitter zehn Prozent an Wert verloren und notierte bei knapp 41 Dollar. Als Musk vor einem Monat sein Übernahmeangebot öffentlich machte, bot er jedem, der Twitter-Aktien besaß, 54 Dollar und 20 Cent.

Analysten und die Tech-Community im Silicon Valley sind sich einig: Musk geht es nur darum, den Preis nach unten zu drücken. Je weiter er vom ursprünglichen Angebot abgewichen sei, desto eher könne Musk Nachverhandlungen einfordern, glaubt Kara Swisher, Tech-Kolumnistin der New York Times, gegenüber dem Wirtschaftssender CNBC.

Musk begründete den vorübergehenden Stopp der Übernahme mit der Anzahl sogenannter Fake-Accounts auf Twitter, hinter denen keine echten Nutzer stecken. Er will zunächst Berechnungen abwarten, denen zufolge das weniger als fünf Prozent der täglichen Nutzer sind. Genau diese Zahl hat Twitter seit dem Börsengang im Jahr 2013 angegeben – viermal jährlich in jedem Quartalsbericht.

Musk beschwert sich seit Jahren über die Fake-Accounts. Und: Laut Wall Street Journal hat Musk bei seinem Übernahmeangebot auf eine Einsicht in die Bücher des Unternehmens verzichtet. Ergo: Alles Verhandlungstaktiken, sagt Swisher.

Inflationssorgen, der Krieg in der Ukraine und Zinserhöhungen der US-Notenbank haben in den vergangenen Wochen vor allem Aktien von Technologieunternehmen fallen lassen. Musks Angebot von 54,20 US-Dollar erscheint jetzt übermäßig großzügig.

Beide Seiten haben vereinbart, dass jeder, der den Deal bricht, eine Milliarde Strafen zahlen muss. Aber so weit wird es wohl nicht kommen. Mit der drohenden Rezession steht der Kurznachrichtendienst mit dem Rücken zur Wand. Viele Beobachter vermuten, dass Twitter einlenken wird und Musk den Kaufpreis letztlich ausgleichen wird.



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