Freitag, Februar 3, 2023
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Antwort auf Unionsanfrage Reckbetrieb würde 1,3 Millionen Tonnen CO2 einsparen

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Die Union setzt sich seit Monaten für einen längeren Betrieb der drei noch aktiven Atomkraftwerke in Deutschland ein. Jetzt legt Fraktionschef Spahn Daten vor, nach denen 1,3 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden könnten.

Würden alle drei Kernkraftwerke noch bis März in Betrieb bleiben, könnten einem Bericht zufolge rund 1,3 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. „Ein verlängerter Betrieb der drei Kernkraftwerke Isar 2, Neckarwestheim 2 und Emsland, die über den 31. Dezember 2022 hinaus in Betrieb sind, könnte in den ersten drei Monaten des Jahres 2023 zu einem Rückgang der Kohleverstromung in Deutschland um 1,2 Terawattstunden führen “, zitiert die „Neue Osnabrücker Zeitung“ aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Union.

Bei der Erzeugung von 1,2 Terawattstunden Strom aus Steinkohle entstehen rund 1,4 Millionen Tonnen CO2, bei Atomkraft rund 78.000 Tonnen. Das Bundeswirtschaftsministerium habe dem Bericht zufolge auf eine Anfrage von Unionsfraktionschef Jens Spahn reagiert, ob alle drei Atomkraftwerke noch in Betrieb seien. Laut Umweltbundesamt wurden im vergangenen Jahr in Deutschland insgesamt 762 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen.

Nach den Plänen von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sollen nur noch zwei Kernkraftwerke am Netz bleiben; Das Kernkraftwerk in Lingen im Emsland soll abgeschaltet werden. Spahn sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Strom ist teuer, weil er knapp geworden ist. Daher ist es ein schwerer Fehler, dass die Ampelregierung nicht alle drei Atomkraftwerke für weitere zwei Jahre am Netz lässt.“ Stattdessen müssten in Deutschland und Europa wieder mehr Kohlekraftwerke ans Netz gehen. Der CDU-Politiker forderte: „Auch das Kernkraftwerk Lingen muss am Netz bleiben, der Klima- und Energiesicherheit zuliebe.“

Zur Stärkung der Stromversorgungssicherheit haben die Energiekonzerne RWE und LEAG seit Samstag die gesetzliche Möglichkeit, weitere Braunkohlekraftwerke wieder auf den Markt zu bringen. Es gibt fünf Blöcke, die zuvor in Sicherheitsbereitschaft waren. In der Lausitz sind es die Kraftwerksblöcke LEAG Jänschwalde E & F, im Rheinischen Raum die Kraftwerksblöcke RWE Niederaußem E & F und Neurath C. Sie dürfen zunächst befristet bis zum 30. Juni 2023 an den Markt zurückkehren. An diesem Montag gab RWE bekannt, die Kraftwerksblöcke Neurath D und E bis Ende März 2024 am Netz zu lassen. Gleichzeitig bringt RWE nach den Kohleausstieg um acht Jahre vor und will 280 Millionen Tonnen CO2 einsparen.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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