Sonntag, November 28, 2021
StartNACHRICHTENAppell von Spahn und Wieler: "Situation so ernst wie nie"

Appell von Spahn und Wieler: "Situation so ernst wie nie"

- Anzeige -


Kontakte sollen dringend deutlich reduziert werden – Bundesgesundheitsminister Spahn hat die Corona-Lage in Deutschland als „ernstiger denn je“ bezeichnet. RKI-Chef Wieler stimmte zu.

Der amtierende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat dringend zu sofortigen Kontaktreduktionen aufgerufen, um die immer weiter zunehmende Corona-Ausbreitung in ganz Deutschland abzuwenden. Der CDU-Politiker sagte, die Lage sei ernster als zu irgendeinem Zeitpunkt der Pandemie. Aber es passiert zu wenig – und oft zu spät. Zu viele, auch diejenigen mit politischer Verantwortung, denken, dass es in Ordnung sein wird.

Die Welle wird aus den bisher stark betroffenen Regionen im Süden und Osten Deutschlands nach Westen und Norden wandern. Kurzfristig mache nur eines den entscheidenden Unterschied, sagte Spahn: „Die Zahl der Kontakte muss runter, deutlich runter. Das nützt alles nichts.“

Konkret nannte er einheitliche Zugangsregeln nur für Geimpfte und Genesende mit Zusatztest (2G plus), Absage von Feiern und Großveranstaltungen. Das Beste sei eine Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundesregierung in den kommenden Tagen, sagte Spahn. Der Minister beklagte, dass es derzeit zu viele Nebentätigkeiten wie neue Impfvorschriften oder neue Corona-Gremien gebe.

Auch in Kliniken gilt es nun, planbare Operationen zu verschieben. Innerhalb Deutschlands müssten nun bis zu 100 Intensivpatienten mit hohem Aufwand in andere Krankenhäuser verlegt werden.

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sagte, bundesweit seien über 4.000 Covid-19-Intensivpatienten in den Kliniken. Etwa die Hälfte von ihnen benötigt eine invasive Beatmung. Wieler betonte, dass jedes fünfte verfügbare Intensivbett mit Covid-19-Patienten belegt sei. Damit sind nicht nur Covid-Patienten von der dramatischen Situation betroffen; andere dringend benötigte Operationen würden ebenfalls verschoben.

Wieler appellierte, alles zu tun, um die vierte Welle zu brechen. Er wies darauf hin, dass seit Beginn der Pandemie bereits mehr als 100.000 Menschen in Deutschland ihr Leben verloren haben. „Wie viele Menschen müssen noch sterben?“ fragte Wieler. „Was muss noch passieren“, damit alle zur Bekämpfung des Virus beitragen können? „Er forderte dringende Maßnahmen, damit Deutschland kein düsteres Weihnachtsfest bevorsteht.



Quelllink

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare