Mittwoch, Februar 1, 2023
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Armeekorps an der finnischen Grenze Gerasimov will Truppen nach Westen neu ausrichten

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Russland habe Fehler in seiner Kriegsführung gemacht, sagt der neue Stabschef. Nun will Gerasimov seine Strategie umsetzen. Dies betrifft nicht nur die besetzten Gebiete der Ukraine, sondern auch die Grenzen zu Finnland und Schweden, die kurz vor dem Nato-Beitritt stehen.

Elf Monate nach Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine unterstrich Moskaus Stabschef Valeri Gerasimov in einem Interview die Notwendigkeit des Wiederaufbaus der eigenen Streitkräfte. „Das moderne Russland hat noch nie ein solches Ausmaß und eine solche Intensität der Kämpfe erlebt“, sagte der Befehlshaber der Truppen im Krieg gegen die Ukraine der russischen Internetzeitung Argumenty i Fakty. „Heute stellen sich unser Land und seine Streitkräfte praktisch dem gesamten kollektiven Westen entgegen“, sagte der 67-Jährige, der nach vielen Niederlagen in diesem Monat das Kommando über die Kriegstruppen übernahm.

Der General sagte, dass die Erfahrungen in der Ukraine beim Aufbau und der Entwicklung der Streitkräfte berücksichtigt würden. Zentral ist dabei die Einrichtung eines Leningrader und eines Moskauer Militärbezirks, etwa wegen des geplanten NATO-Beitritts Finnlands und Schwedens. Angesichts der Gefahren aus der Ukraine ist auch in den teilweise von Russland besetzten Gebieten Cherson und Saporischschja die Aufstellung von drei großen Militäreinheiten mit gepanzerter Infanterie geplant. In der an Finnland grenzenden russischen Republik Karelien soll ein Armeekorps aufgestellt werden.

Ziel der Reformen sei es, die Souveränität Russlands zu sichern und Bedingungen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes zu schaffen, sagte Gerasimov. Er räumte erneut ein, dass es Probleme mit der von Kreml-Chef Wladimir Putin im September angeordneten Teilmobilmachung von Reservisten gegeben habe. Das System entspreche nicht modernen Anforderungen und sei daher im Laufe der Zeit verbessert worden, sagte er.

„Eine solche Mobilisierung hat es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben.“ Unter anderem wurden Reservisten einberufen, die aus Alters-, Gesundheits- und anderen Gründen für den Wehrdienst ungeeignet waren. Zudem klagten viele Soldaten über fehlende Ausrüstung und Mängel bei der Versorgung, etwa Proviant. Etwa 300.000 Reservisten waren eingezogen worden, um die besetzten Gebiete in der Ukraine zu halten. Westliche Experten vermuten, dass sich Russland auf eine neue Großoffensive im Nachbarland vorbereitet.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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