Sonntag, August 14, 2022
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Aufrüstung und neue Waffen: Putin erlässt neue Marinedoktrin

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Russlands Präsident Putin hat eine neue Marinedoktrin erlassen. Diese sieht Hyperschallwaffen für Schiffe und ein Upgrade der Krim vor. Dort soll es einen Angriff auf die russische Flotte gegeben haben.

Bei einer Parade von Kriegsschiffen in St. Petersburg hat der russische Präsident Wladimir Putin eine neue Marinedoktrin in Kraft gesetzt. Darin heißt es, die Vereinigten Staaten und die Nato seien die „größten Bedrohungen für die nationale Sicherheit Russlands“. Konkret werden Washingtons „strategisches Ziel der Beherrschung der Weltmeere“ und die „Annäherung der militärischen Infrastruktur der Nato an die russischen Grenzen“ als Gefahren benannt.

Auch in der Arktis will Moskau seine Position stärken. Dort will man durch den Ausbau der Nord- und Pazifikflotte für „strategische Stabilität“ sorgen. Ziel ist es, einen „sicheren und wettbewerbsfähigen“ Seeweg von Europa nach Asien in der Arktis zu entwickeln und ganzjährig schiffbar zu machen. Die sogenannte Nordostpassage verläuft entlang der arktischen Küste Russlands.

Das von Putin am „Tag der Seestreitkräfte“ unterzeichnete Dokument sieht zudem vor, die militärische Infrastruktur auf der annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim auszubauen. Außerdem ist der Bau moderner Flugzeugträger geplant.

Gleichzeitig kündigte Putin an, dass die neue Hyperschall-Seerakete „Zirkon“ bald in Dienst gestellt werde. Die Auslieferung der Raketen beginnt in den nächsten Monaten, wobei die Fregatte „Admiral Gorshkov“ als erste damit ausgerüstet wird. Hyperschallwaffen haben ein Vielfaches der Schallgeschwindigkeit von rund 343 Metern pro Sekunde.

Beim Auftritt vor Tausenden von Zuschauern ging Putin nicht direkt auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ein. Er dankte der Marine für ihre Einsätze, die sie seit Jahrhunderten durchführt, und lobte ihre hohe Verteidigungsbereitschaft. Russland hat auch zahlreiche Kriegsschiffe im Schwarzen Meer für seine Angriffe auf die Ukraine stationiert.

Auf der Krim wurden russische Feiern zu Ehren der Marine abgesagt. Als Grund wurde angegeben, dass das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte mit einer Drohne angegriffen worden sei. Der Pressedienst der Flotte teilte mit, dass die offenbar selbstgebaute Drohne einen schwachen Sprengsatz trug. Der Bürgermeister von Sewastopol, Mikhail Rasvozhaev, sagte, fünf Menschen seien verletzt worden. Er machte die Ukraine für den Angriff verantwortlich.

Die Ukraine bestritt jedoch einen Angriff auf die russische Flotte in Sewastopol. Die russischen Vorwürfe seien „eine bewusste Provokation“, sagte ein Sprecher der Regionalverwaltung von Odessa in einem auf Telegram veröffentlichten Video. „Die Befreiung der besetzten ukrainischen Krim wird auf andere, viel effektivere Weise erfolgen.“

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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