Sonntag, August 14, 2022
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Ausbildungsstart: Immer mehr Praktikumsplätze offen

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Das neue Ausbildungsjahr begann am 1. August. Es gibt immer mehr Ausbildungsplätze, aber gleichzeitig steigt die Zahl der Bewerber, die keine passende Stelle finden.

Rund 450.000 Ausbildungsplätze würden in diesem Jahr vergeben. In den meisten Unternehmen beginnt es am 1. August. Doch noch waren im Juli 46 Prozent aller Ausbildungsstellen unbesetzt, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Gleichzeitig suchen viele Bewerber noch einen Ausbildungsplatz.

Von Oktober 2021 bis Juli 2022 haben sich im Vergleich zum Vorjahr 12.200 junge Menschen weniger um einen Ausbildungsplatz beworben. Und das, obwohl in diesem Jahr 22.300 Sitzplätze mehr angeboten wurden.

Im Juli waren noch fast 120.000 Absolventen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Hinzu kommen 33.600 weitere, die eine Alternative wie den Weiterbesuch der Schule, ein Studium, das Soziale Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst geplant haben, aber noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind.

Die Bundesagentur für Arbeit weist darauf hin, dass der Ausbildungsmarkt noch in Bewegung ist, sich die Zahlen also noch ändern können. Der Trend zeigt jedoch, dass viele junge Menschen eine Ausbildung beginnen wollen, aber nicht den Anforderungen der Betriebe entsprechen. Auch Unternehmen wollen Praktikanten einstellen, finden aber keine geeigneten oder ausreichend qualifizierten Kandidaten.

Dort werden Fachkräfte nicht nur für Fach- und Führungskarrieren gesucht, sondern auch für rund 125.000 anstehende Unternehmenskäufe in den nächsten fünf Jahren. Besonders stark nachgefragt sind die Arbeitsplätze, die zur Umsetzung der Energie- und Mobilitätswende benötigt werden.

Einer der Gründe für die vielen Ausbildungsplätze ist, dass sich immer mehr Absolventen für ein Bachelorstudium entscheiden. ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer forderte die Regierung auf, ein Gesetz zur Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zu erlassen, um zu zeigen, dass auch die Berufsausbildung attraktiv ist und damit mehr Interessenten anzieht.

Der ZDH betont, dass der Master-Abschluss, der unter anderem auf einer handwerklichen, technischen und landwirtschaftlichen Berufsausbildung aufbaut, als „Bachelor Professional“ dem akademischen Bachelor-Abschluss gleichgestellt ist. Auch eine Weiterbildung durch die IHK zum „Master Professional“ ist möglich. Qualifikationen, die eine qualitativ hochwertige, praxisnahe Berufsausbildung bezeugen und die auch international die Karrierechancen erhöhen.

Weitere gute Nachrichten gibt es vom Bundesverband der Freien Berufe (BFB): In Arztpraxen, Kanzleien, Büros und Apotheken waren zum 30. Juni 6,8 % mehr Auszubildende zu finden als im Vorjahr. 25.469 Verträge wurden abgeschlossen. Das sind mehr Ausbildungsplätze als im Jahr vor der Pandemie 2019.

Aber auch dort blieben im vergangenen Jahr 5.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Eine Herausforderung sieht BFB-Präsident Friedemann Schmidt auch in der steigenden Abbrecherquote in der Berufsausbildung.

Die Berufsverbände schlagen vor, dass Ausbildungsgänge in allen Schularten mit Bildungs- und Berufsorientierungsprogrammen intensiver beworben werden. Zudem können Angebote wie Praktikantenwohnheime und vergünstigte Bus- und Bahntickets die Ausbildung interessanter gestalten.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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