Samstag, Juni 25, 2022
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Ausstellung in New York: Mehr Banksy denn je

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Seine Werke und sein Name sind weltberühmt – doch die wahre Identität der Graffiti-Guerilla Banksy bleibt ein Rätsel. Eine Ausstellung in New York zeigt nun 120 Drucke und Bilder aus Privatbesitz.

Eine andere Welt hinter der Tür: draußen die lärmende Metropole, drinnen Ruhe und gedämpftes Licht. Nur die Kunstwerke der Graffiti-Guerilla schreien von den schwarzen Leinwänden. Darauf eine Frau, die eine Bombe umarmt, ein bewaffneter Polizist mit Engelsflügeln und eine Schlangenskulptur, die Micky Maus verschluckt hat – Banksys subversiver Protest als Kunst.

Er gilt als „Phantom der Kunstwelt“: Seine Werke und sein Name sind weltweit bekannt, doch Banksys wahre Identität bleibt ein Rätsel.

Die Straßenkunst des Graffiti-Künstlers reißt typischerweise an Gebäuden und Mauern auf der ganzen Welt. Erstmals sind 120 ihrer Abzüge und Bilder aus Privatbesitz in einer Ausstellung zu sehen – ohne dass Banksy selbst ins Spiel gekommen wäre, sagt Kurator Stefano Antonelli:

Was einst als Vandalismus galt, ist heute Kunst im Wert von Millionen. Das wissen auch die Nachahmer, die seine Werke kopieren. Ein echter Banksy ist dank eines Tricks erkennbar.

„Jedes Banksy-Werk hat ein Echtheitszertifikat, das ist ein Stück Pappe mit einem halbierten Schein und einer darauf geschriebenen Nummer“, erklärt Antonelli. „Diese Nummer muss mit der Nummer übereinstimmen, die ‚Pest Control‘ hat. So kann jede einzelne Pflanze verifiziert werden.“

Unter den ausgestellten Originalen sind bekannte – das Mädchen mit einem Luftballon, die Intifada-Kämpferin, die statt Steine ​​einen Blumenstrauß wirft. Oder das wiederkehrende Motiv der Ratten. Angeblich fühlt sich Banksy ihnen verbunden. Wie er sind sie Außenseiter und leben im Verborgenen.

Aber auch weniger bekannte Bilder zeigen Banksys Themen: Krieg, Flucht, Konsumterror. Für viele Besucher sind sie aktueller denn je. „Ich mag die Botschaften, die es in Bezug auf Konsum und Antikrieg aussendet“, sagt Besucherin Victoria. „Er bringt die Menschen wirklich dazu, darüber nachzudenken, was Länder tun und wie Regierungen versuchen, Menschen zu kontrollieren.“

„Ich mag es“, sagt Besucher Jeff. „Ich denke, er ist wirklich rebellisch. Und er hat eine klare Meinung über die Gesellschaft, in der wir leben, und darüber, wie sich die Dinge ändern sollten.“

Die Banksy-Ausstellung in New York ist noch bis September geöffnet.



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