Freitag, Oktober 7, 2022
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BA.5 breitet sich aus Die Inzidenz nimmt zu, insbesondere bei älteren Menschen

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Bis vor kurzem sanken viele Corona-Parameter von Woche zu Woche. Das ist vorbei. Insbesondere die Zahl der gemeldeten Corona-Ausbrüche in medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen steigt. Kommt bald die siebte Welle?

Mehrere Kennzahlen deuten auf einen leichten Anstieg der Corona-Infektionszahlen in Deutschland hin. So stieg die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche um elf Prozent, wie der Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu Covid-19 am Abend ergab. Am stärksten war der Anstieg in der Altersgruppe der 50- bis 84-Jährigen. Der Bericht bezieht sich hauptsächlich auf die vergangene Woche. Bereits die vorangegangene Ausgabe hatte gezeigt, dass der langanhaltende Rückgang mehrerer Virusparameter gestoppt wurde.

Grundlage für die Berechnung der Inzidenz sind Labortests, die inzwischen seltener durchgeführt werden als in früheren Phasen der Pandemie. Allerdings verzeichnet das RKI aus diesem Grund auch leichte Erhöhungen zusätzlicher Schätzwerte für an Covid-19 erkrankte Personen und für Arztbesuche. Zudem ist die Zahl der gemeldeten Corona-Ausbrüche in medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen gestiegen. Vor wenigen Tagen sprach die Association of Accredited Laboratories in Medicine (ALM) von der Entwicklung einer Trendwende bei ihrer Auswertung von PCR-Testzahlen. Erstmals seit Monaten sind die Testzahlen in Fachlaboren wieder gestiegen.

Nach den im RKI-Wochenbericht berücksichtigten Daten ist noch kein erkennbarer Anstieg der Zahl der schweren Covid-19-Fälle in Krankenhäusern und Intensivstationen zu erkennen: Es ist von einer Stabilisierung der Werte auf einem Plateau die Rede. Generell spricht das RKI weiterhin von einem hohen Infektionsdruck in allen Altersgruppen.

Nach Stichprobendaten macht die omicron-Unterlinie BA.5 nach wie vor den weitaus größten Teil der Fälle aus (rund 96 Prozent). Laut RKI wurde die wegen der zunehmenden weltweiten Verbreitung unter Beobachtung stehende Sublinie BA.2.75 mittlerweile rund 80 Mal in Deutschland nachgewiesen. Mehr als die Hälfte dieser Nachweise stammen aus den letzten Wochen der Variantenbewertung (29. August bis 11. September). Dafür wird jedoch nur ein sehr geringer Anteil aller positiven Proben untersucht.

Ob dies bereits erste Anzeichen für den Beginn einer neuen Welle sind, lässt sich nur rückblickend sagen. In einer anderen RKI-Veröffentlichung werden für den Verlauf der Pandemie in Deutschland bislang sechs Wellen gezählt. Die sechste Welle hat laut retrospektiver Einstufung im Juni begonnen, ein Enddatum steht noch nicht fest. Da jahreszeitenbedingt mit einem erneuten Anstieg von Atemwegserkrankungen zu rechnen ist, kann die weitere Entwicklung noch nicht genau abgeschätzt werden.

Das Papier betont auch, dass schwere Erkrankungen für die Gesamtbewertung stärker in den Vordergrund gerückt seien, „während die schiere Zahl der Infektionen nicht mehr so ​​wichtig ist wie zu Beginn der Pandemie“.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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