Freitag, Juni 24, 2022
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BaFin weitet Adler-Test aus

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Die Finanzaufsichtsbehörde BaFin prüft nun auch die Bilanz für 2021 bei Adler Real Estate, der Tochter des Immobilienkonzerns Adler Group. Bisher hat die Finanzaufsichtsbehörde nur die Jahresabschlüsse für 2019 und 2020 geprüft.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) prüft nun auch die Bilanz 2021 der Adler Real Estate AG. Grund hierfür ist die Verweigerung eines Testats durch die Wirtschaftsprüfer von KPMG für den Jahresabschluss 2021. Eine BaFin-Sprecherin bestätigte, dass das Bilanzkontrollverfahren gegen die börsennotierte Tochter des Immobilienkonzerns Adler Group ausgeweitet worden sei.

Die Luxemburger Adler-Gruppe hatte zuvor mitgeteilt, dass sie den Prüfungsauftrag der BaFin für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 der Tochtergesellschaft Adler Real Estate AG begrüßt. Die Wirtschaftsprüfer von KPMG hatten zuvor die Richtigkeit der Bilanzen der Luxemburger Adler-Gruppe und der Berlin Adler Real Estate ab 2021 nicht bestätigen wollen.

Anfang des Jahres hat die BaFin die Aufgaben der ehemaligen „Bilanzpolizei“ DPR (Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung) übernommen, nachdem ihr vorgeworfen wurde, im Wirecard-Skandal zu zögerlich gewesen zu sein. Bereits im August 2021 hatte die DPR entsprechende Kontrollverfahren für die Bilanzen der Adler Real Estate für die Jahre 2019 und 2020 eingeleitet. Diese dauern laut BaFin noch an.

Laut Behörde liegen „konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass Beziehungen und Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen oder Unternehmen (…) möglicherweise nicht vollständig und korrekt in der Konzernrechnung erfasst und dargestellt wurden“, was einen Verstoß gegen die internationale Rechnungslegung darstellen würde Vorschriften (IAS). . Stellt die BaFin tatsächlich erhebliche Fehler fest, muss das Unternehmen diese veröffentlichen und unter Umständen auch die Bilanz korrigieren.

Allerdings kann die Behörde nur die Bilanzen der Adler Real Estate AG prüfen, nicht aber die des fast 97-prozentigen Großaktionärs Adler-Gruppe, die ihren juristischen Sitz in Luxemburg hat.

Adler selbst erhofft sich von der Prüfung weitere Erkenntnisse darüber, ob die Vorwürfe des Leerverkäufers Fraser Perring, Adler nahestehende Personen hätten einen unangemessenen Einfluss auf das Unternehmen und die Transaktionen von Adler gehabt, begründet sind.

Am Nachmittag waren die Anteile von Mutter und Tochter gemischt, änderten sich aber insgesamt wenig. Beide Papiere liegen noch deutlich unter dem Niveau von vor einem Jahr. Die Zweifel der Anleger bleiben.



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