Donnerstag, Dezember 8, 2022
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Bau von Verteidigungsstellungen Russische Besatzer wollen die Krim in eine Festung verwandeln

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Nach der Kapitulation von Cherson errichten russische Streitkräfte Verteidigungslinien auf der Ostseite des Dnipro. Jetzt kündigen die Besatzungsbehörden auf der Krim den Bau von Verteidigungsstellungen an. Die Halbinsel liegt mehrere Kilometer hinter der Front.

Russische Behörden haben mit dem Bau von Verteidigungslinien auf der 2014 annektierten ukrainischen Halbinsel Krim begonnen. Die Befestigungen sollten die „Sicherheit der Krim“ garantieren, sagte Moskaus Verwaltungschef Sergej Aksjonow bei einem Treffen der Krimverwaltung. Vor allem aber soll die Sicherheit in dem noch von Russen besetzten Teil der angrenzenden Cherson-Region gewährleistet werden. Von dort führt eine schmale Landenge zur Krim.

Ende vergangener Woche evakuierten die russischen Streitkräfte das rechte Ufer des Flusses Dnipro und damit auch die Hauptstadt der Region, Cherson. Russische Truppen eroberten diese Gebiete kurz nach Beginn der Invasion. Die neue Frontlinie entlang des Flusses Dnipro ist etwas mehr als 60 Kilometer Luftlinie von der Krim entfernt.

Beim Rückzug der russischen Truppen sprengten sie jedoch drei Brücken über den weiten Unterlauf des Dnjepr, sodass ein Vormarsch der ukrainischen Armee in diesem Gebiet derzeit als unwahrscheinlich gilt. Der Abzug der Moskauer Streitkräfte ermöglichte es den ukrainischen Streitkräften jedoch, ihre Artillerie weiter nach vorne zu bringen. Die nördliche Landenge der Krim befindet sich nun in Reichweite der US-HIMARS-Raketenwerfer.

Angesichts des erfolgreichen ukrainischen Vordringens hatte das russische Militär in den vergangenen Wochen an mehreren Stellen der Front Verteidigungsstellungen aufgebaut. Anfang November wurden auf Satellitenbildern neue Verteidigungsstellungen am Ostufer des Dnjepr entdeckt. Die Verteidigungsgürtel sollen etwa 150 Kilometer lang sein und sich von der Mündung des Dnjepr bis zum Dorf Vasylivka erstrecken. Bereits im Oktober wurde auch über die sogenannte Wagner-Linie berichtet, die in der ukrainischen Region Luhansk gebaut wurde. Auch rund um die besetzte und weitgehend zerstörte Hafenstadt Mariupol wurden jüngst Panzerabwehrvorrichtungen aus Beton errichtet – vermutlich in Erwartung ukrainischer Durchbrüche.

Die Krim war in den letzten Monaten Ziel mehrerer Angriffe. Im Oktober wurde die Kertsch-Brücke, die die Krim mit dem russischen Festland verbindet und als wichtige Versorgungsroute dient, durch eine Bombenexplosion schwer beschädigt. Moskau schrieb den Angriff der Ukraine zu. Russland machte die Ukraine auch für Angriffe auf die russische Schwarzmeerflotte in Sewastopol und für Explosionen auf mehreren russischen Militärbasen auf der Halbinsel verantwortlich.

Seit der Annexion der Krim im Jahr 2014 betrachtet Moskau die Halbinsel als russisches Territorium, das international nicht anerkannt wird. Kiew hat angekündigt, die Krim zurückerobern zu wollen.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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