Mittwoch, Dezember 7, 2022
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"Beenden Sie Ihren Kürbis-Latte" Freezing Nawalny will Russen wachrütteln

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Es ist kalt in Russland. Doch anders als seine Mithäftlinge bekommt der inhaftierte Kremlgegner Nawalny nach eigenen Worten keine Winterstiefel und muss frieren. Der Politiker kündigt rechtliche Schritte an – und fordert seine Anhänger auf, für die Freiheit zu kämpfen.

Der inhaftierte russische Oppositionelle Alexej Nawalny will das Hochsicherheitsgefängnis verklagen, in dem er wegen fehlender Winterstiefel eine neunjährige Haftstrafe verbüßt. „Ich verklage meine Gefängniskolonie und verlange, dass sie mir Winterstiefel zur Verfügung stellt“, sagte Nawalny in einer auf Twitter veröffentlichten Nachricht. Vor Wochen war das Gefängnis auf Winterkleidung umgestellt worden. „Meine bösartigen Gefängniswärter geben mir dreist meine Winterstiefel nicht.“

Der 46-Jährige wird in der Nähe der Stadt Wladimir, rund 230 Kilometer östlich von Moskau, festgehalten. Dort lagen die Temperaturen zuletzt bei minus sechs Grad.

Die fehlenden Winterstiefel seien ein „hervorragendes Beispiel für die Hinterhältigkeit und das ausgeklügelte System der Druckausübung“ in russischen Gefängnissen, schrieb Nawalny. „Wenn sie dir keine Winterstiefel geben, bedeutet das, dass du nicht spazieren gehst (und darunter leidest) oder spazieren gehst und krank wirst (was mir passiert ist)“. Im Gefängnis krank zu werden, sei „absolut nicht empfehlenswert“, sagte der russische Oppositionspolitiker.

Nawalny wandte sich auch an seine Unterstützer, die ihm Briefe schickten und über „Dunkelheit und Depression“ schrieben. „Reiß dich zusammen. Wenn du lebst, gesund und frei bist, ist es nicht so schlimm. Trink deinen Kürbislatte aus und tu etwas, um Russland die Freiheit zu bringen.“

Der Oppositionspolitiker war im Januar vergangenen Jahres festgenommen worden. Er war zuvor von Deutschland nach Russland geflogen, wo er sich von einem Giftanschlag erholt hatte. Nawalny wurde später wegen Betrugs zu neun Jahren Gefängnis verurteilt. Er bestreitet die Vorwürfe. Im Oktober kündigte er an, neue Anklagepunkte gegen ihn zu erheben, die mit bis zu 30 Jahren Gefängnis bestraft werden könnten.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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