Mittwoch, Dezember 7, 2022
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Bei weiteren Verlusten durch Russland halten die USA offenbar den Einsatz von Chemiewaffen für möglich

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Laut einem Bericht schließen US-Beamte die Möglichkeit des Einsatzes russischer Chemiewaffen nicht aus, wenn die russische Armee anhaltende Verluste erleidet oder zusammenbricht. Die USA beliefern Kiew bereits mit Schutzausrüstung.

Die US-Regierung schließt Chemiewaffenangriffe in der Ukraine bei anhaltenden russischen Verlusten offenbar nicht aus. Das berichtet „Politico“ unter Berufung auf sechs mit der Angelegenheit vertraute Personen, darunter Beamte des Verteidigungsministeriums. Demnach geht die US-Regierung davon aus, dass Russland vor einer nuklearen Konfrontation mit der Nato zunächst Chemiewaffen in der Ukraine einsetzen könnte, wenn die russischen Truppen weiter an Boden verlieren.

Tatsächlich haben die USA dem Bericht zufolge keine Beweise dafür, dass ein solcher Angriff in der Ukraine unmittelbar bevorsteht. Einige hochrangige Beamte sind jedoch zu dem Schluss gekommen, dass dies der Fall ist der Fall anhaltende Verluste auf dem Schlachtfeld oder ein totaler Zusammenbruch der russischen Armee Moskau könnte auf Chemiewaffen zurückgreifen – darunter auch solche, die angeblich bei der Vergiftung des russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny eingesetzt wurden.

Bei einem solchen Angriff scheinen die Beamten den Einsatz leicht zu verbergender Chemikalien zu erwarten, was es für westliche Länder schwieriger macht, Moskau die Schuld zu geben. Laut den zitierten Beamten könnte Russland Wirkstoffe auf pharmazeutischer Basis verwenden. Einige Chemikalien könnten für einen Massenangriff verwendet werden. Dem Bericht zufolge können sie beispielsweise in ein Aerosol umgewandelt oder als Munition verwendet werden, um einer großen Gruppe von Menschen Schaden zuzufügen.

Laut „Politico“ fordert die Regierung in Washington die Verbündeten auf, sich auf einen solchen Fall vorzubereiten. In diesem Herbst scheint das Pentagon bereits Teams in osteuropäische Länder entsandt zu haben, um ihre Militärs darüber zu informieren, was im Falle chemischer oder biologischer Bedrohungen zu tun ist. Zudem sollen die USA Kiew im Rahmen ihrer milliardenschweren Militärhilfe mit chemischer, biologischer und nuklearer Schutzausrüstung ausgestattet haben. Die US-Senatoren wurden auch über die russischen Chemiewaffenbestände und die Bedrohung in der Ukraine informiert.

Dem Bericht zufolge arbeitet die Biden-Regierung auch an Plänen zur Erhöhung der Investitionen in die Herstellung von Früherkennungssystemen und tragbaren Technologien wie Masken. Sie möchte auch überdenken, wie Daten über die Fähigkeiten und Bestände der Länder besser erhoben werden können.

Bedenken über den möglichen Einsatz chemischer Waffen in der Ukraine kommen zu einer Zeit, in der US-Beamte zunehmend erwarten, dass Russland auf unkonventionelle Kriegsführung zurückgreift, wenn es weiter an Boden verliert. Laut Politico enthüllten im Herbst veröffentlichte US-Geheimdienstinformationen, dass hochrangige Beamte glauben, dass Russland Atomwaffen in einem Akt der Verzweiflung einsetzen könnte. US-Präsident Joe Biden warnte vor einem möglichen „Armageddon“.

Im Oktober behaupteten russische Beamte, die Ukraine bereite eine Operation unter falscher Flagge vor, indem sie eine „schmutzige Bombe“ auf ihrem eigenen Territorium zündete. Westliche Führer wiesen diese Behauptungen zurück und warnten davor, dass Moskau die falschen Anschuldigungen als Vorwand für eine weitere Eskalation benutzen könnte. US-Beamte äußerten damals Befürchtungen, dass Russland selbst eine sogenannte schmutzige Bombe einsetzen und dann die Ukraine beschuldigen könnte.

Beamte sagen jedoch, dass laut dem Bericht weder ein nuklearer noch ein chemischer Angriff wahrscheinlich ist. Das Verteidigungsministerium geht davon aus, dass sich die Kämpfe in den Wintermonaten verlangsamen werden, wenn Regen und Schlamm die Mobilität der Truppen behindern und keine Seite auf dem Schlachtfeld große Fortschritte machen wird.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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