Donnerstag, Dezember 1, 2022
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Berichte aus dem ukrainischen Kreml sollen eine zweite Mobilisierungswelle vorbereiten

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Russland soll seit Ende September mindestens 300.000 Reservisten für den Krieg in der Ukraine eingezogen haben. Werden bald Hunderttausende weitere an die Front folgen? Die Anzeichen dafür mehren sich.

Laut ukrainischen Quellen bereitet sich Russland auf eine zweite Mobilisierungswelle im Januar vor. Auch ein russisches Oppositionsmedium berichtet unter Berufung auf Kreml-Insider, dass für Anfang des Jahres eine neue Welle von Teilmobilmachungen geplant sein könnte. Die Regierung in Moskau hingegen behauptet, sie plane nicht, weitere Reservisten einzuberufen.

Moskau plant, im Januar 500.000 bis 700.000 Reservisten einzuberufen, sagte Anton Gerashchenko, ein Berater des ukrainischen Innenministeriums, auf Twitter. „Die 300.000, die vorher eingezogen waren, sind bereits tot, verwundet oder demoralisiert“, schrieb er. „Die Russen werden mit den Behörden unzufrieden – sie können die Verluste in der versprochenen Armee nicht verstehen“, fügte Gerashchenko hinzu.

Auch das oppositionelle Online-Medium „Werstka“ berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen aus dem russischen Parlament und der Präsidialverwaltung über mögliche Pläne des Kremls, eine zweite Mobilisierungswelle zu starten. Die Regierung geht davon aus, dass die Wehrpflichtigen auf die nächste Welle, die nach dem Jahreswechsel beginnen könnte, deutlich besser vorbereitet sein werden als während der ersten Welle. Dem Bericht zufolge hätten sie auch genaue Listen der zu mobilisierenden Personen. Während der vorangegangenen Mobilisierung herrschte immer Chaos. Es sind mehrere Fälle dokumentiert, in denen Männer trotz gesundheitlicher Probleme eingezogen wurden.

Dem Bericht zufolge werden in Russlands Regionen neue Rekrutenzentren errichtet und militärische Ausbilder ausgebildet. Die Behörden versuchen auch, „Lücken in der Produktion und Vorbereitung von Grundbedürfnissen für Soldaten sowie von Waffen und anderer Ausrüstung zu schließen“, zitierte Werstka eine Quelle in der russischen Präsidialverwaltung.

Laut russischen Nachrichtenagenturen behauptete Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag lediglich, es gebe in der Regierung „keine Gespräche“ über eine zweite Mobilisierungswelle. Russland hatte nach eigenen Angaben Ende Oktober die Mobilisierung von 300.000 Reservisten für den Krieg in der Ukraine abgeschlossen. Verteidigungsminister Sergej Schoigu sagte damals, dass derzeit keine neuen Mobilisierungsmaßnahmen geplant seien.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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