Sonntag, September 25, 2022
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Berufsfischer geben Hoffnung Die Fischbestände in der Oder erholen sich

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Tonnenweise tote Fische wurden seit Anfang August aus der Oder geborgen. Dem Bestand geht es nach Angaben des Landesfischereiverbandes Brandenburg-Berlin überraschend gut. Offenbar hat das Algengift nicht alle Tiere erreicht. Es könnte jedoch Jahre dauern, bis der Schaden im Fluss ausgeheilt ist.

Nach dem massenhaften Fischsterben in der Oder erholt sich der Bestand nach Angaben von Berufsfischern rasch. Das Ergebnis zweier Untersuchungen in der Oder sei, dass es den Fischen überraschend gut gehe, sagte Lars Dettmann, Geschäftsführer des Landesfischereiverbandes Brandenburg-Berlin.

Gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) war er an einem Flussabschnitt bei Brieskow-Finkenheerd bei Frankfurt (Oder) unterwegs, um den Fischbestand bei einer zweiten Beprobung zu beobachten. „Die Oder erholt sich merklich. Man sieht lebende Muscheln und Schnecken und lebenswichtige Fische.“

Aus dem deutsch-polnischen Grenzfluss wurden seit Anfang August tonnenweise tote Fische geborgen. Bundesumweltministerin Steffi Lemke kündigte am Montag an, dass mehrere hundert chemische Stoffe für die Umweltkatastrophe verantwortlich sein könnten. Die genaue Ursache der Umweltkatastrophe ist noch unklar. Experten gehen davon aus, dass ein hoher Salzgehalt im Fluss ein wesentlicher Grund ist, kombiniert mit Niedrigwasser, hohen Temperaturen und einer giftigen Algenart.

Laut Dettmann wurden bei einer ersten Untersuchung vor elf Tagen unter 550 gesunden Fischen 14 Arten gefunden, darunter Barsch, kleiner Zander, Hecht und Steinbeißer. Letzteres ist eine sehr empfindliche Fischart. Auch eine zweite Probenahme an diesem Dienstag ergab ein vorläufiges positives Bild. Weitere gesunde Fischarten seien hinzugekommen, eine abschließende Auswertung werde folgen, so Dettmann. Offenbar hat das Algengift nicht alle erreicht.

Inzwischen ist das Wasser der Oder nach Angaben des Geschäftsführers des Landesfischereiverbandes um rund einen Meter gestiegen. „Die Oder erholt sich, aber es wird Jahre dauern, bis das, was kaputt ist, verheilt ist“, schätzt Dettmann.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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