Freitag, Januar 21, 2022
StartNACHRICHTEN"Bete für uns" ...

"Bete für uns" Heftiger Vulkanausbruch im Inselstaat Tonga löst Tsunami aus

- Anzeige -


Vulkanausbruch im Pazifik: Die Behörden warnen vor Überschwemmungen, es gibt Berichte von zwei Meter hohen Wellen. Die Bewohner werden ermutigt, in höher gelegene Gebiete zu ziehen.

Der Ausbruch eines unterseeischen Vulkans im Südpazifik hat nach Angaben des US Tsunami Warning Center einen Tsunami in der Region ausgelöst. Es seien Flutwellen mit einer Höhe von rund 60 Zentimetern gemessen worden, teilte die Behörde am Samstag mit. Am Samstag wurde für ganz Tonga eine Tsunami-Warnung herausgegeben. Lokale Medien berichteten, dass Flutwellen überschwemmte Eigenschaften hatten. Es hatte Asche geregnet und Telefonverbindungen waren ausgefallen. Medienberichten zufolge soll Tongas König Tupou VI. aus dem königlichen Palast in der Hauptstadt Nuku’alofa in Sicherheit gebracht.

Beeindruckende Satellitenbilder zeigen den gigantischen Ausbruch auf dem Ozean und seine Folgen für die Menschen. Sehen Sie sich das Video oben oder hier an.

Die Höhe des Schadens war zunächst unklar. Die australische Wetterbehörde sprach von einer Tsunami-Höhe von 1,2 Metern. Experten berichteten auf Twitter von zwei Meter hohen Wellen in Nuku’alofa, der Hauptstadt von Tonga.

Auslöser der Flutwellen ist ein heftiger Ausbruch des Unterwasservulkans Hunga Tonga-Hunga Ha’apai. Der Vulkan hatte bereits am Freitag Asche, Dampf und Gas bis zu 20 Kilometer in die Luft geschleudert. Asche regnete auch auf Nuku’alofa herab. Am Samstagmorgen soll sich eine weitere Eruption ereignet haben, 20 Minuten später überschwemmte der Tsunami Häuser, Straßen und Autos in Tonga. In Küstenstädten wurde Sirenenalarm ausgelöst.

„Es war riesig, der Boden bebte, unser Haus bebte“, sagte ein Einwohner der Hauptstadt dem Nachrichtenportal Stuff. „Es kam in Wellen, mein jüngerer Bruder dachte, in der Nähe würden Bomben hochgehen.“ Einheimische riefen die Menschen dazu auf, „für uns zu beten“.

Behörden in anderen pazifischen Ländern gaben ebenfalls Tsunami-Warnungen heraus, darunter Fidschi, Samoa und Neuseeland. Die Bewohner sollten die Küsten „aufgrund starker Strömungen und gefährlicher Wellen“ meiden, sagte Fidschi. Ein Fernsehreporter aus Fidschi hat auf Twitter ein Video gepostet, das kleinere Flutwellen zeigt, die auf Land treffen und Menschen, die sich in ihren Autos in Sicherheit bringen. Für Australien wurde keine Warnung ausgesprochen. Die Behörden in Neuseeland hatten angekündigt, die Situation zu beobachten.

Die Menschen in Tonga wurden aufgefordert, die Strände zu verlassen und höher gelegene Gebiete zu betreten. Strandbewohner zogen sich auf ihre Dächer zurück und filmten große Wellen, die ihre Häuser trafen.

Für Amerikanisch-Samoa wurde zunächst eine Verwarnung ausgesprochen, die dann aber wieder aufgehoben wurde. Aufgrund der vorliegenden Daten sei davon auszugehen, dass die Tsunami-Gefahr vorüber sei, es aber dennoch zu Schwankungen des Meeresspiegels kommen könne, hieß es.

Hunga Tonga-Hunga Ha’apai ist seit Dezember ein- und ausgeschaltet. Der Vulkan liegt etwa 30 Kilometer südöstlich von Tongas Insel Fonuafo’ou (auch bekannt als Falcon Island).

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare