Sonntag, November 28, 2021
StartNACHRICHTENBewerbung um CDU-Vorsitz hofft Röttgen auf "Zeit der Stabilität"

Bewerbung um CDU-Vorsitz hofft Röttgen auf "Zeit der Stabilität"

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„Jetzt ist nicht die Zeit, in der jemand sagen sollte: Ich mache alles“, sagt Norbert Röttgen bei einer CDU-Veranstaltung. Die Wahl des CDU-Chefs ist nicht mit einer Vorauswahl für die Kanzlerkandidatur in vier Jahren verbunden.

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Norbert Röttgen, sieht die bevorstehende Wahl des Parteivorsitzenden nicht als Vorentscheidung für den Kanzlerkandidaten 2025. Er hofft auch, dass der nächste Vorsitzende länger im Amt bleibt als die beiden letzten. „Meine feste Absicht ist es, wenn ich gewählt werde, dafür zu sorgen, dass wir dann für zwei Jahre – nämlich die reguläre Amtszeit eines Vorstandsmitglieds – nicht mehr wählen“, sagte Röttgen am Mittwochabend bei der zweiten von drei Vorstellungsrunden die live im Internet übertragen wurden.

Ein junger Mann aus Lüneburg hatte Röttgen zuvor gefragt, ob er zuversichtlich sei, länger als seine Vorgänger Annegret-Kramp-Karrenbauer und Armin Laschet durchzuhalten – und ob er zur Kanzlerkandidatur greifen würde. Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel 2018 angekündigt hatte, nicht mehr als Parteivorsitzende zu kandidieren, sei eine Phase der Unsicherheit entstanden, sagte Röttgen. „Jetzt ist die Zeit für Stabilität.“ Er fügte hinzu: „Wer für die CDU antritt, ist in drei Jahren dabei.“

Röttgen unterstrich seine Zusage als Fraktionsvorsitzender, das Amt des Fraktionsvorsitzenden nicht anzutreten. Nach der Wende beim historisch schlechtesten Ergebnis bei der Bundestagswahl geht es um Neubeginn und Neuaufbau und darum, dass sich möglichst viele Menschen mit der CDU identifizieren. „Jetzt ist nicht die Zeit, in der jemand sagen sollte: Ich mache alles.“ Vielmehr muss die CDU breiter aufgestellt werden und mit anderen Charakteren neu beginnen – das gilt für ihn und den Fraktionschef Ralph Brinkhaus. Er und Brinkhaus wagten eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Um den CDU-Vorsitz bewerben sich neben Röttgen auch Ex-Union-Fraktionschef Friedrich Merz und Kanzleramtschef Helge Braun. Merz hatte bereits am Montagabend in einer Vorstellungsrunde Fragen von Mitgliedern beantwortet. Die Runde von Braun folgt an diesem Donnerstag um 18.30 Uhr. Erstmals sollen die rund 400.000 CDU-Mitglieder in einer Anfang Dezember beginnenden Umfrage eine Vorentscheidung über den künftigen Vorsitzenden treffen. Der neue Vorsitzende soll am 21. Januar von den 1001 Delegierten auf einem Parteitag in Hannover gewählt werden.

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