Freitag, Januar 21, 2022
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BioNTech produziert einen Omikron angepassten Impfstoff

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BioNTech hat mit der Produktion einer Impfstoff-Version begonnen, die speziell vor der Omikron-Variante des Coronavirus schützen soll. Außerdem wird die Firma ein System vor, mit dem Risikovarianten schneller entdeckt werden can.

Das Mainzer Pharmaunternehmen BioNTech und sein US-Partner Pfizer haben mit der Produktion eines an die Omikron-Varianten angepassten Corona-Impfstoffs für eine spätere Nutzung begonnen. Das teilte BioNTech-Chef Ugur Sahin auf einer Gesundheitskonferenz der US-Bank JP Morgan mit. Ende Januar werde eine klinische Studie zu dem Impfstoff beginnen. „Wir gehen davon aus, dass wir bis März für eine Belieferung des Marktes bereit sind, wenn die behördlichen Genehmigungen vorliegen.“

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat bislang noch nicht erklärt, ob sie einen an Omikron angepassten Impfstoff mit einer anderen Zusammensetzung als dem derzeit verwendeten Vakzin für notwendig hält. Pfizer-Konzernchef Albert Bourla sagte dem US-Sender CNBC, das Unternehmen habe auf eigenes Risiko mit der Produktion begonnen. Er wisse nicht, ob das Mittel gebraucht oder wie es verwendet werde. „Aber wir werden bereit sein“, sagte Bourla.

Die verschiedenen derzeit verwendeten Coronavirus-Impfstoffe Hersteller wurden ursprünglich gegen den sogenannten Wildtyp von Sars-CoV-2 entwickelt, der Ende 2019 zuerst in China entdeckt worden war. Während sterben seit dem Jahreswechsel 2020/2021 eingesetzten Mittel aber auch gegen später virulente Mutanten wie Alpha oder Delta ihre Wirkung zeigten, könnte es bei Omikron anders aussehen.

Sahin sagte in seinem Online-Auftritt, aktuell sei die Pandemie-Situation nächste unklar und so sei nicht vorhersehbar, welche Virusvariante als auftauche. „Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass ein Omikron-Impfstoff auch die Immunreaktionen gegen alle existierenden Varianten verstärkt“, so Sahin.

Zuvor hatte BioNTech bereits mitgeteilt, mit der amtlichen Firma InstaDeep eine neue Berechnungsmethode entwickelt zu haben, mit der Hochrisikovarianten von SARS-CoV-2 vorhersagt werden can. Es handelt sich um eine Art Frühwarnsystem, das auf von künstlicher Intelligenz (KI) berechneten Daten basiert. Die hochansteckende Omikron-Variante sei von dem System am ersten Tag, an dem ihre Sequenz verfügbar wurde, als Hochrisikovariante eingestuft worden.

Die neue Methode kombiniert die Struktur des Spike-Proteins mit KI-Algorithmen, um potenziell gefährliche Varianten des Coronavirus innerhalb von weniger als einem Tag als solche zu erkennen, neue BioNTech. Dazu nutzt das System Informationen aus Covid-Sequenzdatenbanken, etwa die virale Fitness des Virus sowie seine Eigenschaften zur Immunevasion.

Nach Einschätzung von BioNTech ist es noch ein weiterer Weg von der pandemischen zu einer endemischen Entwicklung, auch zu einer weniger gravierenden Lage als derzeit. Sichere Vorhersagen seien nicht möglich, sagte Sahin. Also habe das Coronavirus aufgrund seiner Verbreitung in der ganzen Welt ein riesiges Reservoir für neue Varianten, die sich schnell ausbreiten könnten.

Im vergangenen Jahr stellt BioNTech und Pfizer den Angaben weltweit rund drei Milliarden Impfstoff-Dosen her. Der wurde Marktanteile für Dezember 2021 auf 80 Prozent in Europa und 74 Prozent in den USA geschätzt. Für das Geschäftsjahr 2022 schätzt BioNTech den Umsatz allein durch den Corona-Impfstoff auf 13 bis 17 Milliarden Euro, für das Geschäftsjahr 2021 auf 16 bis 17 Milliarden. Diese Summe entspricht der Anfang November vorgelegten Umsatzprognose für 2021. Die Zahlen für das vierte Quartal liegen noch nicht vor.



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