Sonntag, Oktober 2, 2022
StartNACHRICHTENBosse auf der schwarzen Liste USA verhängen Strafen gegen iranisches Vizekommando

Bosse auf der schwarzen Liste USA verhängen Strafen gegen iranisches Vizekommando

- Anzeige -


Das iranische Volk wird von Tugendwächtern, Polizeikorps und Paramilitärs der Regierung schikaniert. Nach dem Tod einer jungen Frau in Teheraner Polizeigewahrsam verhängen die USA Sanktionen gegen die berüchtigte Sittenpolizei.

Nach dem Tod einer jungen Frau im Iran verhängt die US-Regierung Sanktionen gegen Sittenpolizei und hochrangige Sicherheitsbeamte. Die Sittenpolizei ist für Gewalt gegen iranische Frauen und die Verletzung der Rechte friedlicher Demonstranten verantwortlich, teilte das US-Finanzministerium mit. Die Maßnahmen betreffen auch hochrangige Führungskräfte verschiedener Sicherheitsbehörden des Landes – darunter auch den Leiter des Vizekommandos.

Diese Beamten beaufsichtigen laut Ministerium Organisationen, die routinemäßig Gewalt anwenden, um friedliche Demonstranten und Mitglieder der iranischen Zivilgesellschaft zu unterdrücken. Bei den jüngsten Protesten und Unruhen in Dutzenden iranischer Städte sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern seien sowohl Sicherheitskräfte als auch Demonstranten, berichtete das Staatsfernsehen.

Auslöser der Proteste war der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini in iranischem Polizeigewahrsam. Sie wurde vor etwas mehr als einer Woche von der Sittenpolizei festgenommen, weil sie gegen die strenge islamische Kleiderordnung verstoßen hatte. Was genau mit Amini nach ihrer Festnahme geschah, ist unklar. Sie fiel ins Koma und starb am Freitag in einem Krankenhaus.

„Die US-Regierung verurteilt diese „rücksichtslose Tat“ auf das Schärfste und fordert die iranische Regierung auf, die Gewalt gegen Frauen und die anhaltende gewaltsame Unterdrückung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu beenden“, sagte US-Finanzministerin Janet Yellen. Als Folge der Sanktionen wird jegliches Eigentum der Betroffenen in den USA eingefroren und es wird US-Bürgern untersagt, mit ihnen Geschäfte zu machen.

Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, hält die Protestbewegungen im Iran für notwendig. „Ganz wichtig ist, dass wir weiterhin sehen müssen, dass der Iran auch außenpolitisch isoliert ist“, sagte Heusgen im morgigen ntv „Frühstart“. Besonders viel Wut in der Bevölkerung sieht Heusgen bei den aktuellen Protesten: „Dieses Mal sehe ich eine ganz besondere Wut. Es gibt einige Städte, in denen sich auch die Polizei in gewissem Sinne solidarisiert.“

Den frühen Start mit Heusgen sehen Sie morgen früh auf ntv und The Aktuelle News.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare