Montag, August 15, 2022
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Brand im Berliner Grunewald Experte: Munition in Wäldern räumen

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Hat unsachgemäß entsorgtes Kampfmittel den Brand im Berliner Grunewald ausgelöst? Die Ursache ist noch nicht zweifelsfrei gefunden, aber Experten kritisieren bereits fehlende Mittel für die Rodung der Wälder. Die Feuerwehr fordert derweil eine bessere Ausrüstung.

Angesichts des Brandes im Berliner Grunewald haben Experten Versäumnisse bei der Kampfmittelräumung und Brandbekämpfung in Deutschland kritisiert. „Ordnungsräumung ist Staatssache, jeder kocht sein eigenes Süppchen“, sagte Jürgen Plum von der Deutschen Gütegemeinschaft Kampfmittelräumung in den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. Zudem scheitert die Kampfmittelbeseitigung oft an den Kosten.

„Es gibt kein Geld mehr, um Wälder zu roden“, sagte Plum. „Aber bei Sprengstellen aus der Nachkriegszeit sollte man nochmal darüber nachdenken, sie doch nicht aufzuräumen. Nach dem Krieg wurde dort massenhaft und unsachgemäß Munition vernichtet, indem sie eingesammelt und einfach gesprengt wurde. Allerdings , das Material flog eher in der Gegend herum und wurde nicht unschädlich gemacht.

Der Deutsche Feuerwehrverband warnte unterdessen vor den Gefahren der Brandbekämpfung auf mit Kampfmitteln kontaminierten Flächen. „Eigentlich brauchen wir Löschbehälter, also ein geschütztes Löschfahrzeug“, sagte Ulrich Cimolino vom Feuerwehrverband den Zeitungen der Bayern Mediengruppe. „Deutschland hat keinen einzigen.“ Es würde überhaupt an Löschkonzepten fehlen – und das bei einer immer größer werdenden Waldbrandgefahr in ganz Deutschland.

Explosionen auf einer Sprengstelle der Polizei im Berliner Grunewald hatten zu einem Großbrand im Waldgebiet im Westen der Bundeshauptstadt geführt. Die Brandbekämpfung gestaltete sich angesichts der Detonationen äußerst schwierig. Das Feuer brach am frühen Donnerstagmorgen aus. Vor Sonnenaufgang waren Explosionen zu hören, und Flammen loderten auf und um die Explosionsstelle herum.

Das Feuer breitete sich im Laufe des Tages deutlich in dem knochentrockenen Waldgebiet aus. Der Einsatz eines kamerabestückten und ferngesteuerten Spezialroboters der Bundeswehr, mit dem die Lage am Sprengort untersucht werden sollte, musste am Abend abgesagt werden.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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