Sonntag, August 14, 2022
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Brandgebiet ist "knochentrocken" Feuerwehr beginnt mit Löscharbeiten im Grunewald

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Das Feuer im Berliner Grunewald brennt immer noch unkontrolliert. Erst nach stundenlanger Verspätung können die Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beginnen. Ein Problem: Wegen der Waldbrände in Sachsen ist die Luftunterstützung ausgedünnt.

Die Feuerwehr hat mit dem Löschen des Großbrandes im Berliner Grunewald begonnen. Ein Feuerwehrsprecher sagte, es sei an zwei Stellen mit Wasserwerfern gelöscht worden. Ein Roboter der Bundeswehr fährt auf das Gelände, auch ein Polizeihubschrauber und eine Drohne mit Wärmebildkameras werden zur Lagebeurteilung eingesetzt. Über neue Löschmaßnahmen soll dann später entschieden werden. Die Feuerwehr hat drei bis vier Glut aus der Luft identifiziert.

Nach Angaben der Feuerwehr wurde mit Unterstützung eines Löschbootes und verschiedener Fahrzeuge im betroffenen Gebiet eine großvolumige Wasserversorgung aus der Havel und dem See Krumme Lanke über eine Distanz von mehr als drei Kilometern aufgebaut. Mehr als 140 Einsatzkräfte sind daher im Einsatz. Auf Löschhubschrauber der Bundeswehr können die Einsatzkräfte allerdings nicht zählen. Diese seien aufgrund des Waldbrandes in Sachsen derzeit nicht verfügbar, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Auf einer Fläche von 1,5 Hektar, also 15.000 Quadratmetern, brennt das Feuer im Grunewald noch immer unkontrolliert. Auslöser soll eine Explosion am frühen Morgen auf einer Sprengstelle der Polizei in Grunewald gewesen sein. Dort lagern nach Angaben der Feuerwehr unter anderem Kampfmittel und Feuerwerkskörper. Noch Stunden nach Ausbruch des Feuers sind aus Richtung der Explosionsstelle Knackgeräusche zu hören.

Währenddessen erschweren Trockenheit und Hitze die Nutzung. „Der Wald ist knochentrocken“, sagte Jan Thomsen, Sprecher der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz. Von den vergangenen Dürreperioden hätten sich die Wälder nicht erholen können. Auf die Frage, wie sinnvoll eine Sprengstelle im Wald überhaupt sei, sagte er: „Wir werden uns um die Sicherheitsfragen kümmern, sobald die Brandursache geklärt ist.“

Berlins Innensenatorin Iris Spranger und Polizeipräsidentin Barbara Slowik machten sich am Mittag ein Bild von der Lage. „Die Sicherheit der Berliner ist nicht gefährdet“, sagte Spranger. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, bisher seien keine Verletzten gemeldet worden. Die Behörden informieren die Bevölkerung über die Warn-Apps und haben bereits dazu aufgerufen, den Gefahrenbereich zu meiden. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Lüftung und Klimaanlage sollten abgeschaltet werden.

Aufgrund weiterer Explosionen und herumfliegender Trümmer konnten die Einsatzkräfte lange Zeit nicht mit den Löscharbeiten beginnen und zogen sich zunächst auf 1000 Meter zurück. Das Areal ist großflächig abgesperrt. Der Regional-, Fern- und S-Bahn-Verkehr ist unterbrochen, wie die Bahn auf ihrer Homepage mitteilte. Die AVUS-Autobahn zwischen Spanischer Allee und Hüttenweg bleibt den ganzen Tag in beiden Richtungen gesperrt, ebenso der Kronprinzessinnenweg und die Havelchaussee, wie die Verkehrszentrale Berlin mitteilte.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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