Mittwoch, Dezember 8, 2021
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Bulgarien: Mindestens 46 Tote bei schwerem Busunglück

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Mit vielen Familien an Bord war der Bus auf dem Weg von Istanbul zurück nach Skopje, als sich der Unfall am frühen Morgen ereignete. Der Bus prallte gegen eine Leitplanke und ging in Flammen auf. Nur wenige Insassen überlebten.

Skopje heute Morgen. Vor der Zentrale des Reiseunternehmens, dem der verunglückte Bus gehört, versuchen verzweifelte Verwandte, ihre Familienangehörigen zu erreichen. Xhelal Bakiu hat Glück. Sein Cousin war unterwegs, saß aber in einem anderen Bus: „Wir waren bis zum letzten Moment in Ungewissheit, aber jetzt haben wir erfahren, dass er lebt. Zum Glück hat er sich gemeldet und es geht ihm gut.“

Der Unfallbus startete in Istanbul, Türkei. Ziel war die nordmazedonische Hauptstadt Skopje. Nach offiziellen Angaben starben 46 Menschen. „Das sind junge Familien, die das lange Wochenende wegen eines Feiertags für einen Ausflug am Montag genutzt haben“, sagt Nordmazedoniens Außenminister Bujar Osmani, der bereits am frühen Morgen nach Sofia gereist war. Auch Nordmazedoniens Ministerpräsident Zoran Zaev ist jetzt in Sofia.

Die meisten Passagiere seien Bürger Nordmazedoniens, sagt er. „Die Menschen kommen aus allen Ethnien in unserem Land. Wir haben auch einen serbischen Staatsbürger, der mit seinen Verwandten aus Istanbul zurück war. Und auf der Liste steht auch ein Passagier mit belgischem Pass.“

Wie es zu dem Unfall kam, wird noch ermittelt. Fest steht, dass der Bus in den frühen Morgenstunden in die Leitplanke der Struma-Autobahn krachte und in Flammen aufging – rund 40 Kilometer von Sofia entfernt. Ob das Feuer vor oder nach der Kollision ausgebrochen war, lässt sich derzeit nicht sagen. Einer der Überlebenden soll mit Premierminister Zaev über eine schreckliche Explosion gesprochen haben, die ihn aufgeweckt hat.

Verkehrsingenieur Wasko Pirgow, ein Beamter der Kreisverwaltung der Stadt Pernik, war einer der ersten am Unfallort. Er glaubt, dass menschliches Versagen die wahrscheinlichste Unfallursache ist und dass sich der Fahrer bei einer Ausfahrt verirrt und das Lenkrad verdreht hat.

Das Feuer entzündete sich vorne. Diejenigen, die hinten im Bus saßen und sich derzeit im Krankenhaus befinden, schlugen die rechte Heckscheibe ein und sprangen heraus. Die Überlebenden werden im Notfallkrankenhaus Pirogov in Sofia behandelt.

Ivan Poromanski, Geschäftsführer des Krankenhauses, sagte: „Die Patienten befinden sich in einem stabilen Zustand. Es besteht keine Lebensgefahr. Bulgariens Interims-Premierminister Stefan Janew besuchte am Morgen den Unfallort und zeigte sich tief betroffen.“ Es ist eine riesige Tragödie“, sagte Janev und drückte den Hinterbliebenen der Opfer sein Beileid aus.

Auch der amtierende Innenminister Boiko Raschkow – ein ehemaliger Detektiv mit langjähriger Berufserfahrung, zeigte sich schockiert: „Das Bild ist erschreckend und unerträglich. So etwas habe ich noch nie gesehen. Die Leute sind verkohlt.“ Alle Todesopfer müssten nun identifiziert werden.



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