Donnerstag, August 11, 2022
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Bundesnetzagentur-Chef warnt: Noch mehr Gas sparen, oder „wir haben ein Problem“

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Angesichts der russischen Gaslieferungen fordert der Chef der Bundesnetzagentur Klaus Müller Anstrengungen zum Energiesparen. Auch die Einschränkungen für Privatfamilien hält er für vertretbar.

Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass Verbraucher in Deutschland deutlich mehr Energie sparen müssen, um eine Gasknappheit im Winter zu vermeiden. „Wenn wir nicht viel sparen und kein zusätzliches Benzin bekommen, haben wir ein Problem“, sagte Behördenchef Klaus Müller der „Welt am Sonntag“.

Die Reduzierung der Gaslieferungen aus Russland auf nur 20 % der vereinbarten Menge bedeutet, dass Engpässe nur in zwei optimalen Szenarien verhindert werden können.

„In allen anderen Szenarien droht bereits im Dezember eine Gasknappheit oder wir haben am Ende der nächsten Erwärmungsphase niedrige Speicherstände“, sagte Müller.

Grundsätzlich sind Regelungen denkbar, die nur die Beheizung einzelner Räume zulassen. „Ich möchte über nichts spekulieren, weil wir uns noch streiten“, sagte Müller. Gleichzeitig stellte Müller klar:

Wie viel Benzin hat Deutschland noch auf Lager? Wird viel Gas geliefert? Aktuelle Daten zur Gasversorgung:

Die von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geforderte Fracking-Gasförderung in Deutschland würde laut Müller nicht helfen, einen Gasnotstand zu verhindern.

„Wir müssen uns zwei Winter anschauen, in denen wir noch auf russisches Gas angewiesen sind. Deshalb nur Maßnahmen, die mir helfen würden, in den nächsten 24 Monaten Speicher, Industrieanlagen oder private Heizungsanlagen mit Gas zu füllen“, sagte Miller.

Längere Betriebszeiten für Atomkraftwerke schloss Müller nicht aus. Es gibt Herausforderungen bei der Versorgung von Kohlekraftwerken mit Kohle und eine besondere Situation in Frankreich, wo der deutsche Strom abhängig ist.

„Wir befürchten auch, dass viele Menschen elektrische Heizlüfter kaufen“, sagte Müller. „Das ist eine wahnsinnig teure Idee, denn selbst bei derzeit astronomisch hohen Gaspreisen ist es immer noch 50 Prozent teurer, mit Strom zu heizen als mit Gas.“

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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