Donnerstag, Januar 27, 2022
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Bundestag billigt neue Quarantäneregeln

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Viel Verwirrung herrschte darüber, wann die von Bund und Ländern beschlossenen verkürzten Quarantäneregeln gelten sollen. Der Bundestag hat der Verordnung nun zugestimmt. Der Bundesrat entscheidet am Freitag.

Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsidenten haben am vergangenen Freitag auf einem Bund-Länder-Gipfel neue, verkürzte Quarantäneregeln für Kontaktpersonen von mit dem Coronavirus infizierten Personen beschlossen. Das hat der Bundestag nun bestätigt.

Nach den neuen Regeln müssen sich mit dem Coronavirus infizierte Personen und ihre Kontaktpersonen nur noch zehn Tage in Isolation oder Quarantäne begeben. Früher waren 14 Tage üblich. Alle Betroffenen sollen nach sieben Tagen einen kostenlosen Test machen können. Kontaktpersonen, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben oder innerhalb der letzten drei Monate vollständig geimpft oder genesen sind, befinden sich nicht mehr in Quarantäne.

Für Kinder, Jugendliche und Beschäftigte im Gesundheitswesen gelten Ausnahmeregelungen. Regierungssprecher Steffen Hebestreit veröffentlichte diese Grafik:

Die kürzeren Quarantänezeiten sollen dafür sorgen, dass wichtige Versorgungsgebiete auch bei stark steigenden Infektionszahlen nicht zusammenbrechen.

Für Verwirrung sorgte zunächst, dass in den Bund-Länder-Konsultationen kein fester zeitlicher Rahmen festgelegt wurde, wann die neuen Regeln gelten sollen. Ein hochrangiger Beamter einer Bezirksregierung berichtete ihm ARD-Hauptstadtstudiodass dies am Wochenende zu erheblichen Problemen führte. Viele Menschen hätten ihre Quarantäne oder Isolation vorzeitig beendet.

Es war klar, dass die neuen Regeln erst in Kraft treten können, sobald die COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung geändert wird. Dieser Maßnahme müssen Bundestag und Bundesrat zustimmen.

Nachdem der Bundestag grünes Licht für die Verordnung gegeben hat, soll am Freitag auch der Bundesrat darüber entscheiden. Die Bundesländer müssen die Regeln dann teilweise mit eigenen Verordnungen durchsetzen.

Die neuen Regeln sehen auch vor, dass die 2G Plus-Regelung in der Gastronomie verpflichtend sein soll. Es wird auch dringend empfohlen, FFP2-Masken in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln zu verwenden.



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