Sonntag, Oktober 2, 2022
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Bundeswehr liefert vier weitere Panzerhaubitzen an die Ukraine

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Die Ukraine erhält weitere vier Panzerhaubitzen aus Beständen der Bundeswehr. Dies geschehe auf Wunsch der Regierung in Kiew, sagte Verteidigungsministerin Lambrecht. Die Haubitzen hatten sich im Kampf bewährt.

Deutschland plant, der Ukraine vier weitere Panzerhaubitze 2000-Artilleriegeschütze zur Verfügung zu stellen. Das Bundesverteidigungsministerium erklärte, es handele sich um gebrauchte und reparierte Waffen der Bundeswehr, die nun „trotz der angespannten eigenen materiellen Lage“ an die Ukraine übergeben werden sollen. Ermöglicht wurde dies durch Gespräche mit der Industrie über eine vorzeitige Lieferung generalüberholter Waffen aus der Heeresinstandsetzung. Die Lieferung werde „sofort“ eingeleitet und werde auch ein Munitionspaket beinhalten.

„Die von Deutschland und den Niederlanden gelieferten Panzerhaubitzen 2000 haben sich im Kampf mehr als bewährt“, sagte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht. „Damit erhöht sich die Zahl dieser aus Deutschland gelieferten Hochleistungskanonen auf 14.“ Auch die Bundeswehr bildet ukrainische Soldaten im Umgang mit Panzerhaubitzen aus. Die Bundesregierung betonte, die Ukraine habe den Wunsch nach mehr Haubitzen geäußert.

Die Panzerhaubitze 2000, bemannt mit drei bis fünf Soldaten, ist ein auf einem Panzerfahrgestell montiertes Radartilleriegeschütz mit großer Feuerkraft und Reichweite. Je nach verwendeter Munition kann die Panzerhaubitze 2000 30 bis 40 Kilometer weit schießen.

Sie gilt unter Experten als eine der modernsten Haubitzen der Welt und kann bis zu zehn Granaten pro Minute abfeuern. Die Ukraine erhielt auch solche Waffen aus den Niederlanden.

Die ersten Exemplare wurden im Juni in die Ukraine geliefert, nachdem die Ausbildung der ukrainischen Soldaten auf ihnen abgeschlossen war. Nach Angaben der Bundeswehr werden diese Geschütze seither „intensiv genutzt“ und sind nicht mehr voll einsatzfähig. Die Waffensysteme müssen wahrscheinlich dringend gewartet und möglicherweise repariert werden.

Die Ukraine hat auch von westlichen Ländern wie Deutschland Kampfpanzer und gepanzerte Mannschaftstransporter gefordert, die die Truppen bei Vorstößen und Rückeroberungsgebieten einsetzen könnten und die für den direkten Kampfeinsatz gebaut sind.

Schützenpanzer werden eingesetzt, um Soldaten möglichst sicher in das Kampfgebiet zu transportieren und sie im Kampf zu unterstützen. Bisher hat kein Nato-Land Kampfpanzer nach westlichem Vorbild geliefert. Bundeskanzler Olaf Scholz betont immer wieder, dass Deutschland in dieser Frage keinen Alleingang machen werde.



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Abgel T
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Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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