Samstag, Oktober 1, 2022
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Bundeswehrbestände erschöpft Lambrecht stellt weitere Waffen für die Ukraine in Frage

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Auch Deutschland unterstützt die Ukraine mit Waffen aus eigenen Beständen. Verteidigungsminister Lambrecht sieht dafür künftig wenig Spielraum, ohne die Landesverteidigung zu gefährden. Sie würden „an die Grenzen dessen stoßen, was wir von der Bundeswehr geben können“, erklärt sie.

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht sieht wenig Möglichkeiten, Waffen aus Beständen der Bundeswehr in die Ukraine zu Verteidigungszwecken gegen Russland zu schicken. „Ich muss zugeben, dass wir als Verteidigungsminister (…) an die Grenzen dessen stoßen, was wir von der Bundeswehr hergeben können“, sagte der SPD-Politiker bei der Kabinettssitzung in Meseberg bei Berlin. Die Bundeswehr muss in der Lage sein, die Landes- und Bündnisverteidigung zu gewährleisten. Als Verteidigungsministerin werde sie dafür sorgen, dass dies so bleibt, betonte sie.

Die Bundeswehr hat unter anderem mehrere Panzerhaubitzen (schwere Artilleriegeschütze) und mehrere Raketenwerfer an die Ukraine übergeben. Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, forderte vor wenigen Tagen, die Ukraine weiterhin mit Waffen aus Beständen der Bundeswehr zu versorgen. Konkret nannte sie Schützenpanzer Marder, für die die Bundeswehr später Ersatz aus der Industrie bekommen könnte.

Lambrecht zeigte sich „sehr optimistisch“, dass es in naher Zukunft zu einem Ringtausch mit Griechenland zur Unterstützung der Ukraine kommen könnte. Sie bot Polen weitere Gespräche darüber an. Die Idee des Ringtausches entstand kurz nach Beginn des Ukrainekrieges. Ziel ist es, die Ukraine so schnell wie möglich mit schweren Waffen zu versorgen. Da die ukrainischen Streitkräfte keine zusätzliche Ausbildung für sowjetische Systeme benötigen, wurden solche Waffen schnell aus osteuropäischen Ländern in die Ukraine geliefert. Dafür sollen sie nun mit westlichen Marken beliefert werden.

Mit Tschechien und der Slowakei hat die Bundesregierung bereits entsprechende Vereinbarungen getroffen. Polen, das bereits rund 200 Panzer in die Ukraine geliefert hat, war mit den deutschen Angeboten unzufrieden und beschwerte sich lautstark darüber. Auch mit Griechenland und Slowenien wurde noch keine Einigung erzielt.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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