Mittwoch, Oktober 27, 2021
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Bunker am Ende der Welt Neuseeland ist der beste Ort zum Einsturz

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Einige Superreiche bauen in Neuseeland einen Bunker. Wieso den? Der Inselstaat im Südpazifik ist der beste Ort, um einen Zusammenbruch der Weltgesellschaft zu überleben. Das fanden britische Forscher in einer Studie heraus. Aber Sie haben auch gute Überlebenschancen in Deutschland.

„Marktkollaps, Unruhen, beispiellose globale Spannungen. Wir sind immer nur wenige Minuten von einer Katastrophe entfernt. Haben Sie einen Notfallplan für den Fall, dass eine Katastrophe an Ihre Tür klopft?“

Mit diesen dramatischen Worten will die „Rising S Company“ die Menschen überzeugen, sich auf die Apokalypse vorzubereiten. Die Firma aus Texas baut gigantische Bunker für Notfälle. Es boomt seit Beginn der Corona-Krise. Man sei mit Anfragen förmlich „überflutet“, sagte der Firmenchef bei „Bloomberg“ im vergangenen Jahr.

Bunker in Neuseeland sind bei den Superreichen besonders beliebt. Im Inselstaat hat die „Rising S Company“ allein in den letzten Jahren zehn Anlagen gebaut. Das Motto: „Wir verkaufen keine Angst. Wir verkaufen Vorsorge.“

Ein prominenter Bunkerbesitzer ist Peter Thiel. Der deutschstämmige Silicon Valley-Investor und Trump-Berater besitzt eine eigene Farm mit Bunker. In Neuseeland natürlich. Denn der Inselstaat im Südpazifik ist der krisensicherste Ort der Welt, unterstreicht eine Studie der britischen Anglia Ruskin University. „Neuseeland hat keine Grenzen, weil es eine Insel ist. Die Unabhängigkeit des Landes ist recht hoch. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl steht viel Ackerland zur Verfügung. Und Neuseeland hat das Potenzial, seine Energie vollständig aus erneuerbaren Energien zu beziehen“, erklärt Studienautor Aled Jones Die Spitzenposition im ntv-Podcast „Wieder was gelernt“.

Jones und sein Co-Autor Nick King haben untersucht, wie krisenfest die Länder der Welt sind. Dabei verwendeten die Wissenschaftler verschiedene Kriterien. Zum Beispiel Zugang zu Nahrung. Kann sich das Land im Krisenfall selbst versorgen oder nicht? Wie autonom ist die Energieversorgung? Wie gut können die Grenzen geschützt werden? Und wie viel ist das Land gegen extremes Wetter geschützt?

„Uns geht es vor allem darum, wie und wo Risiken entstehen und wie sie sich auswirken. Im Fokus stehen dabei vor allem der Klimawandel oder Risiken im Lebensmittel- und Energiesektor. In dieser Studie haben wir uns angeschaut, welche Länder sich am besten vor diesen Risiken schützen können.“ kann“, erklärt Jones.

Es überrascht nicht, dass Neuseeland an vorderster Front steht. Eine Insel in einer gemäßigten Klimazone. Nur fünf Millionen Menschen. Viel Platz für Landwirtschaft und Windkraftanlagen. Und Neuseeland hat bewiesen, dass es sich mit seiner Zero-Covid-Strategie abschotten kann. Monatelang kam niemand rein und niemand raus.

Zuletzt aber begrub die Wellington-Regierung die Strategie. Denn Isolation sei kein Allheilmittel, sagt Jones im Podcast. „Durch die Isolation haben sich so wenige Menschen infiziert, dass sie nicht die gleiche Immunitätsrate haben wie andere Länder mit mehr Infektionen.“ Die Fähigkeit, sich zu isolieren, sei „unter bestimmten Umständen“ richtig und wichtig, aber man könne nicht „für immer isoliert bleiben“, sagte Jones.

Neben Neuseeland können auch andere Inselstaaten weitgehend isoliert sein. Als nächstes folgen Australien, Irland und Island im Ranking der britischen Forscher. Auch Großbritannien geht es sehr gut – das war die größte Überraschung, sagt Aled Jones. Denn die britische Insel bezieht „etwa ein Drittel ihrer Nahrung aus dem Ausland“ und ist auch bei weitem nicht so isoliert wie Neuseeland oder Australien. Aber es gibt große landwirtschaftliche Flächen und viel Potenzial, vor der Küste Strom aus Windkraft zu erzeugen. Er kommt Zusammenbruch des globalen Zusammenbruchs sind die Briten daher kaum auf Nahrungsmittel- und Energieimporte angewiesen. Zumindest nicht theoretisch.

Die USA und Kanada sind die besten Nicht-Inseln im Ranking mit den Plätzen sechs und sieben. Norwegen folgt dahinter. Dann kommt Deutschland – auf Platz neun mit Japan, Frankreich, Dänemark, Schweden und Finnland. Deutschland punktet laut der Studie vor allem mit „reichlich heimischen erneuerbaren und nicht erneuerbaren Energiequellen“ und einer „modernen Hightech-Wirtschaft mit sehr großen Produktionskapazitäten“. Bei Energie und Produktionskapazitäten habe Deutschland „eines der Besten abgeschnitten“, erklärt Experte Jones.

Bei der Nahrungsmittelversorgung schneidet Deutschland etwas schlechter ab als Großbritannien – „wegen seiner großen Bevölkerung“, erklärt Jones. Zudem werde der Isolationsfaktor schlecht bewertet, „weil es so viele Länder um Deutschland herum gibt“. Für einen Platz unter den Top 5 reichte es deshalb nicht. „Aber wenn man die Isolation weglässt und andere Faktoren wie militärische Macht betrachtet, kann man einige Länder neu bewerten. In den USA sagt man zum Beispiel: Isolation ist uns egal, weil wir große Panzer und Waffen haben.“

Aber darauf wollen sich superreiche Amerikaner wie Peter Thiel nicht verlassen. Für ihn ist jedenfalls klar, dass er die Apokalypse in Neuseeland verbringen wird. Er wird keine Einreiseprobleme haben. Der Investor besitzt seit nunmehr zehn Jahren die amerikanische und deutsche sowie die neuseeländische Staatsbürgerschaft. Obwohl Thiel nur wenige Male zu Besuch war, machte die Regierung eine Ausnahme, weil er in neuseeländische Unternehmen investiert hatte. In den Augen vieler Neuseeländer kaufte Thiel jedoch den Pass. Im Notfall.

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