Samstag, Januar 22, 2022
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Chinas Handelsüberschuss soll 2021 ein Rekordhoch erreichen

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Chinas Außenhandelsüberschuss erreichte letztes Jahr seinen Höhepunkt – trotz Knappheit bei Chips und Halbleitern, die die Produktion behinderten. Die Exporte erreichten 3,3 Billionen US-Dollar.

China verzeichnete im Jahr 2021 einen Rekordexportüberschuss. Die Exporte überstiegen die Importe um 676,43 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 29,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sagte das Zollamt von Peking. Dies ist der höchste Wert, den das Land je seit Beginn der Statistik im Jahr 1950 erreicht hat. Die chinesischen Importe stiegen im Jahresverlauf um 30,1 Prozent, nachdem sie 2020 um 1,1 Prozent zurückgegangen waren.

Die weltweite Nachfrage nach Waren „Made in China“ ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. Besonders gefragt waren beispielsweise Computer und andere elektronische Geräte, die aufgrund der Pandemie für das Homeoffice benötigt werden. Auch medizinische Produkte wie Masken würden wegen der Pandemie weltweit benötigt.

Insgesamt stiegen die Exporte im vergangenen Jahr auf 3,3 Billionen US-Dollar, obwohl es an Prozessorchips für Smartphones und andere Waren mangelt. „Wir gehen davon aus, dass die chinesischen Exporte im laufenden ersten Quartal aufgrund der robusten globalen Nachfrage stark bleiben werden“, sagte Zhang Zhiwei, Chefökonom von Pinpoint Asset Management. „Im Moment könnten starke Exporte der einzige Motor sein, der Chinas Wirtschaft hilft.“

Beim Bruttoinlandsprodukt erwarten Experten aufgrund von Nachholeffekten für das vergangene Jahr einen besonders starken Anstieg von 8,0 Prozent. Laut einer Ökonomenumfrage der Nachrichtenagentur Reuters wird die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt auch 2022 weiter stark wachsen nicht unter Pekings Komfortzone fallen“, sagte Tommy Wu von Oxford Economics. Die Zentralbank könnte ihre Geldpolitik lockern.

Die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft wird jedoch maßgeblich von der Verbreitung der neuen Coronavirus-Variante Omicron abhängen. Beobachter befürchten, dass sich die Konjunkturaussichten insbesondere mit der Verbreitung von Omicron deutlich eintrüben könnten, da Chinas Eindämmungsstrategie aufgrund der leichter übertragbaren Variante des Coronavirus an ihre Grenzen stoßen könnte.

Am vergangenen Sonntag wurden in der Hafenstadt Tianjin die ersten lokalen Omicron-Fälle in China entdeckt. Kurz darauf kam es auch in der Hafenstadt Dalian und im ostchinesischen Anyang zu Omicron-Infektionen. Daraufhin riegelte die Regierung in Peking die Megacities ab, um die Null-Covid-Politik durchzusetzen.



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