Sonntag, August 14, 2022
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Corona-Pandemie: Der Gesundheitsnotstand endet in Frankreich

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In mehreren Ländern ändern sich die Corona-Regeln: In Österreich entfällt die Quarantänepflicht, Neuseeland lockert die Reisebestimmungen und in Frankreich endet die Zeit, in der die Regierung Maßnahmen ohne das Parlament einleiten konnte.

Der Gesundheitsnotstand endet in Frankreich. Drastische Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie konnte die Regierung bisher ohne Einbeziehung des Parlaments durchsetzen. Das Ende des Ausnahmezustands ist Teil eines Gesetzes, das heute in Kraft tritt und den Handlungsspielraum der Regierung zur Bekämpfung der Pandemie stark einschränkt.

Reisende brauchen an der französischen Grenze keinen Impfnachweis mehr. Einen negativen Test kann die Regierung nur von Einreisenden nach Frankreich verlangen und auch nur dann, wenn eine besonders gefährliche neue Corona-Variante auftaucht.

Auch der digitale Impfausweis für die Teilnahme an kulturellen oder sportlichen Veranstaltungen des in der Pandemie-Bekämpfung äußerst erfolgreichen Landes ist Geschichte und kann nicht ohne Beschluss des Parlaments wieder eingeführt werden. Gleiches gilt für eine Vielzahl von Maßnahmen wie einen Lockdown, eine abendliche Ausgangssperre oder die Maskenpflicht. Auch ein Ende der Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen wurde beschlossen, tritt aber nur in Kraft, wenn die oberste Gesundheitsbehörde zustimmt. Und das war bisher nicht der Fall.

Auch Österreich lockert seine Corona-Maßnahmen. Ab heute ist die Quarantänepflicht Geschichte – vorerst. Wer positiv auf das Coronavirus getestet wurde, sich aber nicht krank fühlt, darf künftig das Haus verlassen. Positiv Getestete müssen jedoch eine FFP2-Maske tragen – es sei denn, sie befinden sich im Freien und halten zwei Meter Abstand zu anderen Personen. Es ist daher auch möglich, mit einem positiven Test zu arbeiten. Allerdings nur in Berufen, in denen eine Maske getragen werden darf.

Bei positivem Antigen- oder PCR-Test muss eine FFP2-Maske getragen werden, wenn der Abstand zu anderen Personen weniger als zwei Meter beträgt oder wenn man sich in Innenräumen trifft. Auch das Betreten von Kindergärten, Pflegeheimen und Krankenhäusern ist verboten. Arbeitnehmer sind hiervon jedoch ausgenommen.

„Wir machen jetzt Verkehrsbeschränkungen statt Quarantänepflicht“, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch vergangene Woche in Wien. Die Entscheidung sei auch mit Blick auf die psychischen und sozialen Folgen der Corona-Krise gefallen, sagte Rauch. Angst und Depression haben weltweit zugenommen. „Wir können die Pandemie nicht wegtesten, wegimpfen und wegisolieren“, sagte Rauch. Weiterhin besteht eine Meldepflicht, um den Krankheitsverlauf im Überblick zu behalten.

Auch Neuseeland hat seine Corona-Regeln gelockert. Bürger aller Länder können nun Visa beantragen und wieder einreisen, ohne wie bisher zwei Wochen in Quarantänehotels übernachten zu müssen. Allerdings müssen sie sich nach ihrer Ankunft noch gegen Corona impfen lassen und sich zwei Tests unterziehen. Auch internationale Studierende dürfen die Hochschulen vor Ort besuchen, Kreuzfahrtschiffe und ausländische Sportboote können wieder anlegen.

Der Chef der neuseeländischen Tourismusbehörde, René de Monchy, rechnet damit, dass das Geschäft nach der langen Pause nur langsam wieder anzieht. Vor der Schließung der Grenzen wegen Corona trug der Tourismus rund 5,5 Prozent zum neuseeländischen Bruttoinlandsprodukt bei.

Die im März 2020 verhängten strengen Einreisebestimmungen gelten als einer der Hauptgründe für Neuseelands erfolgreiche Bekämpfung des Virus: Seit Beginn der Pandemie hat das Land, in dem rund fünf Millionen Menschen leben, nur 855 Todesfälle zu verzeichnen.

(Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, dass ab heute die Corona-Regeln in Frankreich nicht mehr gelten. Wir haben den Fehler korrigiert.)

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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