Mittwoch, Januar 19, 2022
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Corona-Pandemie in Deutschland Virologe hält Kontaktverfolgung für nicht mehr sinnvoll

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Aus Sicht des Virologen Klaus Stöhr ist eine Kontaktnachverfolgung nach Corona-Infektionen nicht mehr zeitgemäß. Angesichts der Omikron-Variante ist dies nicht mehr von den Gesundheitsämtern zu bewerkstelligen.

Der Virologe Klaus Stöhr hält das Contact Tracing zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland für nicht mehr sinnvoll. „Wir brauchen einen Exit-Plan“, sagte er in einem Podcast des „Kölner Stadt-Anzeiger“ und des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) laut einer Vorankündigung vom Freitag. „Warum Contact Tracing in Deutschland noch gemacht werden soll, kann ich Ihnen nicht sagen. Was die Inzidenz angeht, kommen die Gesundheitsämter nicht mehr zurecht.“

„Wenn ein großer Teil der Bevölkerung leicht und asymptomatisch infiziert ist und Antikörper hat, wird eine sogenannte Contact-Tracing-Quarantäne sinnlos“, bekräftigte Stöhr. „Der beste Ausweg aus der Pandemie wäre, sich erst impfen zu lassen und sich dann anzustecken.“ Im „Paket“ steckt dann ein langanhaltender Immunschutz.

Zur politischen Debatte um die Impfpflicht sagte der langjährige Leiter des globalen Influenzaprogramms der Weltgesundheitsorganisation: „Für Omikron kommt die Impfpflicht in diesem Winter zu spät.“ Für die Atemwegserkrankungen im Winter 2022/2023 werde es „nicht mehr nötig sein“.

Auch die neuesten Zahlen aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen ließen ihn an der Sinnhaftigkeit der 2G-Plus-Regeln zweifeln: „Wenn man sich die Inzidenzen anschaut, die Häufigkeit der Erkrankung, sieht man keinen Unterschied“, sagte er der Zeitung Podcast. 2G-Plus „macht einen Unterschied, aber nur an der Ladenkasse.“

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